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Der Klimawandel wartet nicht!

  • Monika Jung
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greenpeaceGreenpeace fordert zu Beginn der Klimaverhandlungen im mexikanischen Cancun die Staaten auf, beim Klimaschutz nicht auf die USA zu warten, sondern endlich konkrete Ergebnisse zu erzielen. Nach Ansicht der unabhängigen Umweltschutzorganisation muss auf jeden Fall beschlossen werden, bis nächstes Jahr ein völkerrechtsverbindliches Kyoto-Folgeabkommen zu erarbeiten. Dazu müssten sich die Staaten schriftlich auf einen verbindlichen Fahrplan zur Erstellung des Klimaschutzabkommens einigen.

„Nach einem Jahr mit verheerenden Extremwetterereignissen, Hitzerekorden und Flutkatastrophen muss allen klar sein: der Klimawandel wartet nicht! Auch nicht auf irgendwelche Ergebnisse der Klimaverhandlungen“, sagt Martin Kaiser, Klima-Experte von Greenpeace vor Ort in Cancun. „Nach dem missglückten Gipfel von Kopenhagen müssen die Verhandlungen in Cancun nun unbedingt die Weichen für den Klimaschutz im 21. Jahrhundert stellen. Die Staaten sind verantwortlich für das Wohl ihrer Bevölkerung, und das kann bald schon vom Klimawandel sehr bedroht werden.“

„Wichtig ist, dass sich die Staatengemeinschaft beim Klimaschutz von den USA lossagt. Ein deutliches Signal für Klimaschutz wäre die Initiative der EU, ihre Treibhausgase unabhängig von anderen Ländern bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent zu senken. „Das wäre ein klares Aufbruchssignal, dann könnten wahrscheinlich auch China und Indien ins Boot geholt werden“, so Kaiser.

Für die Klimaverhandlungen im nächsten Jahr ist es unerlässlich, dass sich die Staaten in Cancun dieses Jahr darauf einigen, die Erderwärmung unter 2 Grad Celsius zu halten. Dazu müssten sie sich auf verbindliche Treibhausgasminderungen für jedes Land festlegen. Unabhängig davon müsste in Cancun begonnen werden, einen Klimaschutzfond aufzubauen, damit die den Entwicklungsländern zugesagten Finanzhilfen für Vermeidung und Anpassung an den Klimawandel und Urwaldschutz schnell vergeben werden können.

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Bild: Steve Morgan / Greenpeace

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