Der Greifensee atmet auf

  • Silvan Kaufmann
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In den heissen Sommermonaten besteht im Greifensee die Gefahr eines Fischsterbens.

Die Baudirektion hat entsprechende Massnahmen ergriffen. Von Mai bis September wurde der Greifensee erstmals mit Luft versorgt. Eine einfache Belüftungsanlage hat auf einer Fläche von rund einem Quadratkilometer einen optimalen Lebensraum für Felchen geschaffen. Erste Messungen zeigen, dass die Fische das Gebiet – insbesondere im Hitzemonat August – als Rückzugsort genutzt haben. Fürs nächste Jahr sind weitere Optimierungen der Anlage geplant.

Die Phosphorkonzentration hat sich in den letzten Jahren zwar stabilisiert, trotzdem bleibt der Greifensee ein überdüngtes Gewässer. Dies hat zur Folge, dass in den heissen Sommermonaten der Lebensraum für verschiedene Fischarten, insbesondere für die Felchen, stark eingeschränkt wird: In der Tiefe fehlt es an lebensnotwendigem Sauerstoff und in den oberflächennahen Seeschichten ist es zu warm. Felchen überleben nur in einer dünnen Wasserschicht, in der das Wasser kühler als 21 Grad und genügend sauerstoffhaltig bleibt. Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) der Baudirektion hat im Frühjahr 2009 im Greifensee eine Belüftungsanlage installiert, die eine ausreichende Sauerstoffversorgung während der kritischen Hochsommerzeit auf einer Fläche von etwa einem Quadratkilometer gewährleistet.

Kanton Zürich, Staatskanzlei

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