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Der Entsorgungsnachweis muss weg!

  • Monika Jung
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sesTrotz erbrachtem Entsorgungsnachweis bleiben unzählige Fragen rund um die Schweizer Atommüllentsorgung unbeantwortet, wie naturschutz.ch bereits Anfangs November berichtete. Insbesondere auf die Langzeitprobleme bietet das Nagra-Konzept keine Antworten. Trotzdem will das Bundesamt für Energie (BFE) bereits nach einem geeigneten Standort suchen. Die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) und der regionale Widerstand wehren sich gegen das unsichere Nagra-Konzept und gegen das scheindemokratische BFE-Verfahren. Sie fordern den Bundesrat auf, den Entsorgungsnachweis aufzuheben und das Sachplanverfahren neu aufzugleisen.

Am 30. November ging die öffentliche Anhörung der Etappe 1 im Sachplanverfahren zu Ende. Knapp 4000 Personen haben die Möglichkeit ergriffen und Einsprache gemacht. Sie sagen: SO NICHT! und wehren sich damit gegen ein unsicheres Atommülllagerkonzept und gegen die verfrühte Standortsuche. Diese Unterschriften wurden dem UVEK übergeben.

Die Nagra hat keine Antworten auf die Langzeitprobleme noch auf technische Fragen. Zudem wurden den potenziellen Atommüll-Regionen mit dem neuen Kernenergiegesetz das Vetorecht entzogen. Das heutige Partizipationsverfahren ist eine scheindemokratische Alibiübung, die den betroffenen Menschen keine echte Mitentscheidung ermöglicht. Einer der sechs Regionen will man ein Lager aufzwingen, anstatt die Bevölkerung zu überzeugen. Widerstand ist damit vorprogrammiert.

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