Der Biber breitet sich aus

  • Redaktion Naturschutz
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Die Resultate der aktuellen Biber-Bestandeserhebung sind erfreulich: Rund 1600 Biber leben heute wieder in Schweizer Gewässern. 1993, bei der letzten Erhebung, waren es nur 350 Tiere. Im 19. Jahrhundert war der Biber in der Schweiz vollständig ausgerottet worden, ab den 1950er-Jahren wurde er wieder angesiedelt.
An der Bestandes-Erhebung beteiligten sich 16 Kantone und 250 Freiwillige, Wildhüter und Fachleute von Ökobüros. Dabei wurden nicht die Biber selber gezählt – die scheuen Tiere bekommt man kaum zu Gesicht, – sondern es wurden Biberspuren wie gefällte Bäume, Dämme oder Burgen auf 2500 Gewässerkarten notiert. Rund 6500 Kilometer Ufer wurden so nach Biberspuren abgesucht und 16'000 Einzelspuren zusammengetragen.
Doch auch heute noch sind viele Gewässer noch nicht besiedelt, weil Kraftwerke oder andere Hindernisse ein Durchkommen verunmöglichen. Die Gewässer sind mehrheitlich begradigt und liegen in einem engen Korsett von Strassen und Infrastruktur. (sb)

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