Baktrische Rothirsche © Ted, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Baktrische Rothirsche © Ted, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Der Baktrische Rothirsch überlebt afghanischen Krieg

  • Cécile Villiger
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Forscher haben nach über 40 Jahren erstmals den seltenen Baktrische Rothirsch in Afghanistan wiederentdeckt. Nach zwei Kriegen und jahrelangen Konflikten dachte man das Tier sei ausgestorben.

Der Baktrische Rothirsch wurde das letzte mal Anfang siebziger Jahre im Nordosten von Afghanistan gesehen. Dort sollte der Hirsch eigentlich unter Schutz gestellt werden, denn es wurden nur 120 Exemplare gezählt. Jedoch wurde dieses Vorhaben nie verwirklicht, aufgrund von über vier Jahrzehnte politischen Unruhen und so ist auch das Wissen über die Wildtiere in dieser Gegend heute begrenzt. Um so erfreulicher ist es, dass Wissenschaftler der Massachusetts-Universität den Rothirsch Ende 2013 wiederentdeckten, wie sie in einer kürzlich veröffentlichten Publikation berichteten.

Während dem Krieg wurde der Baktrische Rothirsch gejagt, um Nahrung zu beschaffen, aber auch aus sportlichen Interessen. Gerade in den achtziger Jahre war das Gebiet für den Hirsch extrem gefährlich, da es praktisch in jedem Haushalt ein Gewehr gab.

Der Baktrische Rothirsch (Cervus elaphus bactrianus), auch als Bucharahirsch bekannt, ist in Zentralasien heimisch. Ursprünglich war er in Turkmenistan, im Amu-Darja Gebiet, im Dreiländereck Afghanistan, Usbekistan und Tadschikistan, sowie der Syr-Darjy-Region verbreitet. Er wird zu den Edelhirschen (Cervus) gezählt und bildet eine Unterart des Rothirschs (Cervus elaphus).
Aga - Trigon Film

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