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Der Aabach: Vom Industriekanal zur Parklandschaft

  • Nicole Wabersky
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Die Stadt Uster zeigt vorbildlich, wie eine langfristige Planung und Umsetzung von Grünräumen eine neue städtebauliche Dichte erzeugt. Herzstück dieser Entwicklung ist der Aabach, der sich schrittweise vom Industriekanal in eine Parklandschaft verwandelte. Der Schweizer Heimatschutz würdigt das Engagement der Stadt Uster mit der Verleihung des Schulthess Gartenpreises 2014, der erstmals an eine Gemeinde geht.

Uster schwang im 19. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Industriezentren der Schweiz auf. Motor dieser Entwicklung war der Aabach, dessen Wasserkraft über Kanäle in Fabrikareale geleitet wurde und dort Maschinen antrieb.
Mit dem Ende der industriellen Blüte und dem Wegzug der Spinnereien begann sich Uster umfassend zu wandeln. Der Aabach erhielt eine neue Bedeutung: Er wurde zur neuen grünen Mitte in Uster und ist heute Naherholungsraum für die gesamte Bevölkerung.

Wasser ist ein wichtiger und begehrter Lebensraum für die Natur wie für den Menschen. Ein Bach, der über die Ufer tritt, stellt aber ebenso eine Bedrohung dar. Diese vielfältigen Sichtweisen auf den Aabach hat die Stadt Uster ernst genommen und über Jahrzehnte hinweg zu einem Gesamtkonzept verwoben.

Mit der Verwandlung der Industrielandschaft rund um den Aabach fördert die Stadt Uster ein Wachstum innerhalb des bebauten Gebietes. Es entstand das Gesamtbild einer städtischen Parklandschaft, die ihre industriellen Wurzeln mit Stolz zeigt. Das Ensemble am Stadtbach ist nun Teil der Identität von Uster.

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Bild: © Schweizer Heimatschutz

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