Den Wildtieren auf der Spur

  • Corinna von Kürthy
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Im ganzen Wallis sollen in Zukunft Infrarot-Fotofallen aufgestellt und Tierspuren im Schnee ausgewertet werden, um die zeitlich-räumlichen Beziehungen zwischen Grossraubtieren und ihrer Beute, wild lebende Huftiere, in Zukunft besser verstehen zu können. Lanciert wurde dieses Projekt durch die Abteilung „Conservation Biology“ der Universität Bern, in Zusammenarbeit mit verschiedenen in- und ausländischen Institutionen und finanzieller Unterstützung des Bundesamt für Umwelt BAFU.

Wie das Walliser Nachrichtenportal 1815.ch meldete, konnte schon im vergangenen Winter ein erster Testlauf durchgeführt werden, der einige spannende Bilder von Wildtieren liefern konnte. Die intensivste Phase des Projektes soll jedoch im kommenden Winterhalbjahr 2013/14 stattfinden. Mit diesem Projekt sollen die einzelnen Arten zukünftig verlässlicher überwacht werden, um ihre Bestandsentwicklung besser verfolgen zu können. Dies gilt insbesondere für Grossraubtiere wie Luchs und Wolf, deren Management gemäss der neuen Jagdverordnung durch die Kantone geregelt werden soll.

Da nur Wildtiere und keine Passanten durch die Fotofallen erfasst werden sollen, sind die Kameraobjektive nach unten gerichtet. Passanten werden gebeten die Kameras nach Möglichkeit nicht weiter zu beachten und schon gar nicht zu entfernen. Für interessierte Personen besteht die Möglichkeit, sich an diesem Projekt zu beteiligen.

Weitere Informationen

Abteilung Conservation Biology, Universität Bern

Bundesamt für Umwelt, BAFU

Bild: Martin Mecnarowski [CC-BY-SA-3.0] , via Wikimedia Commons

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