Den Rotmilanen gefällts in der Schweiz

  • Redaktion Naturschutz
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In den westlichen Pyrenäen bereitet der Rotmilan grosse Sorgen. Zählte man 1989 noch 4500 Exemplare, waren es 2004 nur noch 1918 Rotmilane. In England, Südschweden, Baden- Württemberg und in der Schweiz dagegen hält sich der Bestand der Rotmilane oder nimmt sogar zu. Vor allem die Schweiz scheint zu einem Zufluchtsgebiet zu werden: Von 300 Paaren im Jahre 1988 stieg die Zahl der Rotmilane innert zehn Jahren auf 800 bis 1200 Brutpaare. Immer neue Alpentäler werden von dem anmutigen, langsam fliegenden Greifvogel besiedelt. Er brütet selbst in Alleebäumen – früher undenkba. Die Schweiz scheint für Rotmilane zunehmend Winterquartier zu sein. Eine Erhebung der Schweizerischen Vogelwarte ergab für 2002/2003 einen Winterbestand von 1000 Rotmilanen. Sie halten sich im Umkreis von 11 Schlafplätzen auf. Doch woher die Vögel stammen und wovon sie sich in den Wintermonaten ernähren, weiss man nicht genau.

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NZZ

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