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Demo gegen Heliskiing

  • Nicole Wabersky
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Mehr als zehn Alpinistinnen und Alpinisten aus der ganzen Schweiz haben die Nacht auf Sonntag in einem Biwak in eisiger Kälte verbracht, um am nächsten Morgen auf dem Gebirgslandeplatz Monte Rosa auf 4100 m.ü.M die höchstgelegene Demo Europas zu veranstalten. Auch am Gebirgslandeplatz Pigne d’Arolla fand eine Stop-Heliskiing-Demonstration statt.

mountain wilderness demonstriert für den Schutz der schweizerischen Hochgebirgslandschaften. Damit setzt die Organisation ein Zeichen gegen die immer neuen Schlaufen der Fluglobby, mit denen die unsägliche Praxis des Heliskiings verteidigt werden soll.

Im Jahr 2000 erhielt das Bundesamt den Auftrag zur Überprüfung der Gebirgslandeplätze in den Schweizer Alpen. Es dauerte zehn Jahre bis der Prozess für die erste Region (Wallis Südost) abgeschlossen war, die Interessen des Landschaftsschutzes wurden dabei ignoriert. Die Bergsportorganisationen wehrten sich erfolgreich gegen das sehr einseitige Ergebnis. 2011 wurde eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht gutgeheissen, 2012 schloss ein Gutachten der ENHK, dass Heliskiing nicht mit den Schutzzielen der BLN-Gebiete vereinbar sei.

Bei aller Bedeutung, die dieses wichtige Gutachten hat, dem BAZL scheint wenig an einem konstruktiven Vorgehen zu liegen. Lieber wird der Status Quo verteidigt, um keine Gebirgslandeplätze abschaffen zu müssen. Im Februar wurde dazu eine bei der Hochschule St. Gallen in Auftrag gegebene Studie veröffentlicht. Mittels dieser Studie sollte aus den betriebswirtschaftlichen Vorlieben einzelner Helikopterfirmen ein übergeordnetes nationales Interesse gemacht werden.

Medienmitteilung – mountain wilderness

Bild: © K. Conradin, mountain wilderness

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