Dem Doubs geht es dreckig

  • Corinna von Kürthy
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Dem Doubs, einem schweizerisch-französischen Grenzfluss, geht es dreckig! Ihm machen vor allem die Wasserkraft, die übermässigen Nährstoff-Einträge aus der Landwirtschaft und unbehandeltes Klärwasser von Gemeinden schwer zu schaffen. Der Zustand des Doubs hat sich über die letzten Jahre kontinuierlich verschlechtert und die Verantwortlichen auf kantonaler und nationaler Ebene haben es nicht geschafft, dies abzuwenden.

Auch den im Doubs lebenden Tieren geht es schlecht. Besonders schwer hat es der „Roi du Doubs“. Dieser Fisch kommt nur im Oberlauf des Doubs vor und ist eine streng geschützte Art. Das langsame Aussterben des stark bedrohten Roi du Doubs wurde zwar dokumentiert, etwas Wirkungsvolles dagegen unternommen haben die Behörden bis anhin aber nicht.

Weil die Schweiz und Frankreich mit ihrer Untätigkeit das Aussterben des europaweit einmaligen Roi du Doubs in Kauf nehmen, klagten Pro Natura, der WWF Schweiz und der Schweizerische Fischerei-Verband gegen die beiden Länder beim Ständigen Ausschuss der Berner Konvention. Daraufhin wurde Ende November bekannt gegeben, dass das Dossier zum Fall „Doubs“ weiter verfolgt wird. Dies ist eine gute Nachicht, kommt es doch einer öffentlichen Kritik der beiden Länder gleich. Erstmals werden Frankreich und die Schweiz wegen ihrer bisherigen Passivität auf internationaler Ebene gerügt. Ausserdem stehen die beiden Länder mit der Annahme der Klage unter internationaler Beobachtung: Es wird nun eine Empfehlung der Berner Konvention folgen, die von beiden Ländern umgesetzt werden muss. Die Umsetzung soll daraufhin anschliessend regelmässig von der Berner Konvention überprüft werden.

Bild: © Bild Aquarius

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Doubs

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