Deklarationspflicht für Holz

  • Caroline Nienhuis
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Regenwald AmazonaDer Bundesrat hat eine neue Deklarationspflicht für Holz eingeführt. Diese tritt am 1. Oktober in Kraft. Laut Beobachter Natur müssen Anbieter von Holzprodukten in Zukunft nachweisen, welche Holzart angeboten wird und woher sie stammt. Dies ist dringend notwendig, denn viele Holzprodukte wie Möbel, Parkett und Papier werden noch immer aus illegal geschlagenem Tropenholz hergestellt.

Die Verordnung basiert auf einer Petition des WWF Schweiz von 2005, schreibt Beobachter Natur. Ursprünglich sollte der Import von illegalem Holz komplett verboten werden, die Holzbranche wehrte sich aber erfolgreich. Nun werden zuerst Rund- und Rohholz sowie Produkte aus Massivholz der Deklarationspflicht unterstellt. Der WWF Schweiz kritisiert das Fehlen eines verbindlichen Fahrplans. Weitere Produkte werden folgen. Die EU ist der Schweiz einen Schritt voraus, denn Anfang Juli hat das Europäische Parlament den Import und Handel von illegal geschlagenem Holz verboten.

Beobachter Natur Artikel

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