Farbe

Datenbank zu Nanopartikeln

  • Monika Jung
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FarbeEine neue Datenbank des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland ermöglicht es, Nanoprodukte leichter zu erkennen. Auch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat erste Schritte zur besseren Information über Nanomaterialen in Produkten eingeleitet.

Nanotechnologie ist im Vormarsch. Nanopartikel werden in vielen Alltagsprodukten wie Nahrungsmittel und Kosmetika eingesetzt, da sie dank ihrer geringen Grösse besondere Eigenschaften aufweisen und Produkte revolutionieren können. Das Umwelt- und Gesundheitsrisiko dieser Technologie ist allerdings wissenschaftlich noch ungeklärt. Da bis anhin in der EU und in der Schweiz für Hersteller eine Deklarationspflicht für Nanoprodukte fehlt, sind sie für Konsumentinnen und Konsumenten nur schwer zu erkennen.

In der neu errichteten Datenbank des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) lassen sich Informationen zu über 200 Nanoprodukten aus verschiedenen Kategorien finden, wie beispielsweise Kosmetik, Bekleidung, Computer Hardware oder Baumaterialien.

Die Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz (Pusch) schreibt in einer Mitteilung, auch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) habe erste Schritte zur besseren Information eingeleitet: Bis Ende 2011 soll die definitive Fassung eines Sicherheitsdatenblatts zu synthetischen Nanomaterialien vorliegen. Ziel ist es, eine potenzielle Gesundheits- und Umweltgefährdung im Herstellungsprozess und beim Endprodukt aufzuzeigen. Dafür sollen auf den Nanoprodukten die spezifischen Eigenschaften der Nanopartikel, Gefahrenhinweise und Hinweise zur sicheren Handhabung des Produkts aufgeführt werden.

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Bild: Johann H. Addicks/wikimedia

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