© Kuebi = Armin Kübelbeck [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
© Kuebi = Armin Kübelbeck [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Das Quecksilber und die Energiesparlampe

  • Sophie Ryser
  • -

Gewöhnliche Glühbirnen sind verboten, wir müssen also auf Alternativen zurückgreifen. Hier gibt es eigentlich fast nur zwei Möglichkeiten: Energiesparlampen oder LED. Doch Energiesparlampen beinhalten Quecksilber, welches hochgiftig ist. Dieses wird gebraucht, damit die Lampe überhaupt leuchtet. Doch wie viel davon ist in einer Lampe enthalten und was passiert, wenn diese zerbricht?

Der ersten Frage ist die Empa in einer Studie nachgegangen. Es sollte geklärt werden, wie viel festes, flüssiges und gasförmiges Quecksilber in den Lampen enthalten ist und wie viel Quecksilber insgesamt jährlich in der Schweiz für Lampen eingesetzt wird. Denn bisher hatten sich Untersuchungen immer nur auf das gebundene Quecksilber in den Lampen beschränkt, das gasförmige wurde nicht untersucht. Obwohl dieses gesundheitsschädlicher ist.

Auf der Packung wird angegeben, dass Energiesparlampen je nach Typ 1 bis 2 Milligramm Quecksilber enthalten. Diese Angabe stimmt aber nicht immer, wie die Studie feststellte. Manche enthalten sogar weniger als 1 Milligramm, andere aber kommen auf ein Mehrfaches der angegebenen Menge. Es wird geschätzt, dass in der Schweiz jährlich etwa 200 Kilo Quecksilber für Lampen eingesetzt wird.

Zudem ist in einer neuen Lampe das Quecksilber hauptsächlich als Feststoff vorhanden. Je länger sie brennt, desto mehr geht in den gasförmigen Zustand über. Und vor allem dieses ist gefährlich, wenn eine Lampe zerbricht. Denn über die Luft wird es einfach vom Körper aufgenommen und kann sich ablagern, was zu Schädigungen am Nerven- und Immunsystem führen kann. Sollte eine Lampe zerbrechen, muss der Raum mindestens 15 Minuten gelüftet werden. In dieser Zeit sollte man den Raum verlassen. Die Scherben dann sorgfältig aufsammeln (kleine Stücke zum Beispiel mit Klebeband aufnehmen) und alles in einen luftdichten Behälter packen. Nicht staubsaugen, da dies die Dämpfe nur noch mehr verteilt! Die verpackten Scherben anschliessend im Recyclinghof abgeben.

Auch intakte Lampen sollten immer recycelt werden, und nicht im Hausmüll entsorgt werden. Doch leider landen da heute noch zwei Drittel aller Lampen. Auf diese Weise gehen nicht nur Ressourcen verloren, es schädigt auch die Umwelt und die Menschen, welche in der Entsorgung arbeiten. Der Empa-Forscher Renato Figi empfiehlt deshalb ein Pfand auf Energiesparlampen, damit möglichst viele zurückgegeben werden.

Weitere Informationen

Bild: Armin Kübelbeck [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Beitrag kommentieren