Das Glas ist halb voll

  • Stefanie Pfefferli
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Der Bundesrat hat heute die Stossrichtung der Energiestrategie 2050 präsentiert. Der WWF begrüsst, dass der Bundesrat nun konkretere Aufträge zur Ausgestaltung der Energiezukunft erteilt. Sehr positiv ist, dass die Energieeffizienz erstmals eine bedeutende Rolle spielt, wie der WWF in der aktuellen Medienmitteilung schreibt. Warum allerdings die Stromlenkungsabgabe nicht von Beginn weg eingeführt werden soll, ist unverständlich aus der Sicht des WWF.

Ausserdem werden beim Ausbau der erneuerbaren Energien sehr pessimistische Annahmen gemacht. Dabei zeigt das Beispiele Deutschland, dass viel mehr möglich ist. Dass der Bundesrat eine Subventionierung von fossilen Kraftwerken vorsieht, ist unverantwortbar. Der WWF lehnt diese Massnahme ab. Für die Netzstabilität steht bereits ein grosser Park an Wasserkraftwerken bereit, und für die Wärme-Kraft-Kopplung zur Winterstromproduktion soll das grosse Potential von Bioabfällen und Energieholz genutzt werden. „Es wäre grotesk, wenn die Schweiz neu auf fossile Kraftwerke setzt, während Resteuropa gerade aus dieser Strategie aussteigt“, sagt Patrick Hofstetter, Leiter Klima und Energie beim WWF Schweiz. Hingegen freut sich der WWF über den Bundesratsbeschluss, an der ökologischen Steuerreform festzuhalten.

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