Totenkopf

Das geht unter die Haut!

  • Corinna von Kürthy
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Schon im Oktober berichtete ein Greenpeace-Report über giftige Schadstoffe in wetterfester Outdoor-Markenkleidung, welche sowohl die Umwelt als auch unsere Gesundheit belasten können (siehe naturschutz.ch vom 29.10.2012). Doch es kommt noch schlimmer. In dem bisher weltweit grössten Test hat Greenpeace nun 141 Kleidungsstücke aus 29 Ländern auf hormonell wirksame oder krebserregende Chemikalien getestet. Das Ergebnis ist schockierend! Die gesundheitsschädlichen Textilchemikalien wurden nicht nur in Kleidungsstücken von Discount-Anbietern gefunden. Auch alle untersuchten Markenprodukte enthielten NPE (Nonylphenol- ethoxylate), die zu giftigem Nonylphenol abgebaut werden. Die Textilien mit den höchsten NPE-Konzentrationen stammen von den Marken C&A, Mango, Levi’s, Calvin Klein, Zara, Metersbonwe, Jack & Jones und Marks&Spencer. Neben NPE wurden noch fort- pflanzungsschädigende Weichmacher hoher Konzentrationen in bedruckten T-Shirts von Tommy Hilfiger und Armani festgestellt. Sowohl hormonell wirksame als auch krebserregende Chemikalien wurden in Kleidungsstücken von Zara gefunden.

Leider ist diese Kleidung nicht nur für dessen Träger schädlich. Schon bei der Produktion „missbrauchen Modemarken weltweit Flüsse als Abwasserkanäle und verschmutzen das Trinkwasser von Millionen Menschen“, so Christiane Huxdorff, Chemie-Expertin von Greenpeace. Schon 2011 hatte die Umweltorganisation belegt, dass Chemikalien sowohl durch Fabrikgewässer als auch in der heimischen Haushaltswäsche freigesetzt werden können. Einige Hersteller hatten daraufhin angekündigt, „zeitnah“ auf eine giftfreie Produktion umzusteigen. Die internationale Kampagne von Greenpeace, Detox, fordert weiterhin alle Textilhersteller auf, Risikochemikalien durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen.

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Greenpeace Schweiz

Bild:  [Public domain], via Wikimedia Commons

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