© Baudirektion Kanton Zürich
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Das gebietsfremde Greiskraut breitet sich stark aus

  • Roman Vonwil
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Das Schmalblättrige Greiskraut breitet sich immer stärker im Kanton Zürich aus. Es verdrängt heimische Arten und kann Nutztiere schädigen. Noch ist die Eindämmung möglich, allerdings nur mit vereinten Kräften. Vorkommen sollten den Gemeindebehörden gemeldet werden.

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Das Schmalblättrige Greiskraut gehört zu den invasiven Neophyten. Die vor einigen Jahren mit dem Handel von Schafwolle aus Südafrika eingeschleppte, gebietsfremde Pflanze breitet sich neuerdings rasch im Kanton Zürich aus. Mit ihren giftigen Inhaltsstoffen stellt sie eine Gefahr für Tiere und somit indirekt für den Menschen dar. In Heu und Gärfutter enthaltenes Greiskraut wird von Pferden und Rindern nicht erkannt und gefressen und kann für die Tiere aufgrund der enthaltenen Lebergifte tödlich sein.

Von Juni bis November ist das Greiskraut aufgrund seiner gelben Blüten besonders gut sicht- und somit erkennbar. Die Fachleute der Unterhaltsdienste von Kanton und Gemeinden gehen momentan dagegen vor. Zur Überwachung und effizienten Eindämmung ist aber auch die Aufmerksamkeit der Bevölkerung gefragt. Einzelne Pflanzen können mitsamt der Wurzel ausgerissen und der Kehrrichtabfuhr mitgegeben werden. Um grössere Bestände zu entfernen, sollte man eine Fachperson beiziehen.

Das Schmalblättrige Greiskraut gedeiht sehr rasch und konkurrenziert und verdrängt einheimische Arten. Bisher wurde die Pflanze insbesondere entlang von Strassen und Bahnlinien, aber auch bereits auf offenen Flächen entdeckt – allerdings nur gelegentlich. Die Pflanze verbreitet sich mittels Samen, welche vom Wind getragen bis zu 100 Meter weit fliegen können. Sie hat eine überaus grosse Verbreitungskapazität, indem sie bis zu 30‘000 Samen im Jahr produziert.

Eine vollständige Eliminierung des Greiskrauts im Kanton Zürich ist kaum mehr möglich. Durch ein koordiniertes Vorgehen können die Bestände jedoch soweit reduziert werden, dass die Pflanze keinen Schaden mehr anzurichten vermag.

 

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