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Das Gebäudeprogramm zeigt Wirkung

  • Stefanie Pfefferli
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Seit Anfang 2010 fördert das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen energieeffiziente Sanierungen und erneuerbare Energien. Der nun vorliegende Gesamtbericht über das Startjahr zeigt auf, dass das Programm bereits jetzt eine Wirkung entfaltet: Die im ersten Betriebsjahr umgesetzten Massnahmen führen über ihre Lebensdauer zu einer Gesamtreduktion von knapp 1,6 Mio. Tonnen CO2.

Das Gebäudeprogramm wurde von Bund und Kantonen Anfang 2010 ins Leben gerufen und finanziert sich aus der CO2-Abgabe auf Brennstoffen und aus kantonalen Beiträgen. Es setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der schweizweit einheitliche Teil A fördert energieeffiziente Sanierungen der Gebäudehülle; Teil B umfasst je nach Kanton unterschiedliche Programme zur Förderung erneuerbarer Energien, der Abwärmenutzung und der Optimierung der Gebäudetechnik.

Starke Nachfrage

Die Träger des Gebäudeprogramms – das Bundesamt für Umwelt BAFU, das Bundesamt für Energie BFE und die Konferenz Kantonaler Energiedirektoren EnDK – haben am 15. November 2011 den ersten Gesamtbericht herausgegeben. Wie der Bericht zeigt, können bereits im ersten Betriebsjahr wesentliche Erfolge verbucht werden.

In Teil A gingen über 29’000 Gesuche ein. 5’556 Projekte konnten abgeschlossen und rund 23 Mio. Fr. Fördermittel ausbezahlt werden. Rund 530’000 Quadratmeter Dächer, Wände, Böden, Decken und Fenster wurden energieeffizient saniert – eine Fläche von 72 Fussballplätzen. In Teil B wurden 2010 rund 69 Mio. Fr. Fördermittel ausbezahlt. Diese flossen in die Installation von Sonnenkollektoren, in die Förderung von Holzenergie, von Minergie-P-Gebäuden, der Abwärmenutzung sowie von Wärmepumpen.

Fortschritte im Klimaschutz

Dank der umgesetzten Massnahmen sind Fortschritte im Klimaschutz zu verzeichnen: Das gesamte Gebäudeprogramm hat 2010 eine jährliche Wirkung von rund 73’100 Tonnen CO2 bzw. 373 GWh erzielt. Über die Lebensdauer der Massnahmen wird eine Gesamtreduktion von knapp 1,6 Mio. Tonnen CO2 und 8’305 GWh erreicht. Als Nebeneffekt löste Das Gebäudeprogramm 2010 Mehrinvestitionen von rund 428 Mio. Fr. in der Baubranche und im Gewerbe aus.

Der Gesamtbericht bringt neben Zahlen und Fakten auch Projektbeispiele. Sie veranschaulichen, wie vielfältig die Möglichkeiten von Gebäudebesitzern sind, etwas für das Klima und damit für die Zukunft unserer Welt zu tun.

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