© Tony Webster, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
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CS investiert in Trumps umstrittene Öl-Pipeline

  • Cécile Villiger
  • 2

In der umstrittenen Dakota Access Pipeline steckt viel mehr Geld von der Credit Suisse als bisher bekannt. Mit fast 1,4 Milliarden US-Dollar Investition in das Projekt und die daran beteiligten Firmen ist die Credit Suisse mit Abstand der grösste Geldgeber der Pipeline.

Die Bayerische Landesbank steht in der Diskussion die umstrittene Dakota Access Pipeline mitzufinanzieren (naturschutz.ch berichtet), mit einer Petition sollte dies verhindert werden. Doch an der Spitze der Geldgeber steht eine Schweizer Bank, die Credit Suisse, wie Recherchen von Greenpeace Schweiz zeigen.

Anfang Februar haben die Bauarbeiten an der Dakota Access Pipeline wieder begonnen. Die Pipeline führt durch Land, das den Indigenen heilig ist; ihre Rechte werden missachtet. Bei der momentan geplanten Route der Pipeline droht ein Ölleck das wichtigste Trinkwasserreservoir der Indigenen und weiterer Millionen Menschen zu verseuchen. Und die Pipeline trägt dazu bei, dass die Klimakrise weiter verschärft wird.

Mit einem Kredit der Credit Suisse über 850 Millionen US-Dollar an die Bau- und Betreiberfirmen der Pipeline ist die Grossbank der Hauptgeldgeber des Projekts. Aus den Recherchen wird auch klar, dass diese kräftige Finanzspritze vom Paradeplatz tatsächlich für das Pipeline-Projekt vorgesehen ist. Insgesamt hat die CS fast 1,4 Milliarden US-Dollar ins Projekt und die daran beteiligten Firmen investiert.

Besonders stossend an der CS-Finanzierung ist, dass die eigenen Geschäftsrichtlinien der Grossbank solche Beteiligungen eigentlich klar ausschliessen. «Offensichtlich sind die Richtlinien der Credit Suisse nicht mehr als ein Deckmäntelchen, mit dem die Grossbank der Öffentlichkeit nachhaltiges Wirtschaften vorgaukelt», sagt Thomas Mäder, Mediensprecher von Greenpeace Schweiz. Schlimmer noch: Die Credit Suisse hat Greenpeace Schweiz und der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in privaten Gesprächen zugesichert, ihre Beteiligung an der Pipeline sei «unbedeutend» und sie verurteile die Situation in Standing Rock, wo im Herbst 2016 Sicherheitskräfte gewaltsam gegen WasserschützerInnen vorgegangen sind. «Unsere Recherchen haben die Aussagen der Credit Suisse als blosse Lippenbekenntnisse entlarvt», sagt Mäder.

Greenpeace Schweiz und die GfbV  fordern erneut brieflich von der Credit Suisse, dass die Credit Suisse sich aus der Finanzierung des Projekts und der beteiligten Firmen zurückzieht.

Beitrag im 10vor10 (22.2.) finden Sie hier.

 

2 Kommentare

  • Zurschmitten Stefan

    Bei welchem Dreckgeschäft auf dieser Welt sind die Schweizer Banken
    nicht beteiligt?

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  • Beat Feigenwinter

    Einmal mehr die CS! Peinlich, wenn eine Firma ihre eigenen (Sozial)Standards nicht kennt. Zudem hat die CS wahrscheinlich noch nie was von „Carbon Risk“ oder „Carbon Bubble“ gehört.

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