Termopapier Bisphenol

Coop verzichtet auf BisphenolA im Kassenzetteli

  • Eliane Küpfer
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Coop verzichtet als erste Detailhändlerin der Schweiz auf bisphenolhaltige Kassenzettel. Bisphenol A (BPA) steht unter Verdacht hormonaktiv zu sein, was sich negativ auf die Fruchtbarkeit, das Verhalten oder das Geschlecht von Tieren (und Menschen) auszuwirken könnte, wie Naturschutz.ch berichtete.

Zwar ist bislang die Wirkung von BPA wissenschaftlich unklar. Doch Coop nimmt die Bedenken der KundInnen und Mitarbeitenden sehr ernst und nutzt die Chance, die der Fortschritt bietet.  Ab Anfang 2013 hatte Coop bisphenolfreie Kassenzettel in einem Pilotprojekt mehrere Monate lang getestet. Diese Probeläufe haben gezeigt, dass es mittlerweile gute Alternativen zum bisherigen Thermopapier gibt, die den gewünschten Anforderungen entsprechen.

„Wenn auch die genaue Wirkung der Bisphenole wissenschaftlich nach wie vor umstritten ist und die Behörden die Substanzen nicht verboten haben, nutzen wir nun diese Möglichkeit proaktiv für eine Umstellung“, erklärt Silvio Raggini. Das neue Kassenzettelpapier kommt nun in allen Coop Supermärkten zum Einsatz. Voraussichtlich Ende Jahr werden alle Kassen mit dem neuen Papier ausgestattet sein. Dieses sieht gleich aus und fühlt sich gleich an wie das alte, enthält aber statt BPA neu die Entwicklersubstanz Pergafast.

Coop will wo immer möglich Alternativen zu bisphenolhaltigen Produkten bieten. Bereits vor drei Jahren hat Coop Schoppenflaschen für Babys aus dem Sortiment genommen und auf bisphenolfreie Produkte gesetzt. „Nun folgt mit den Kassenzetteln der nächste logische Schritt“, folgert der Leiter Qualitätsmanagement bei Coop, Silvio Raggini.

Bild: IIVQ – Tijmen Stam[CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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