Connyland-Delfine: War es wirklich Antibiotika?

  • Manuela Just
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Die Delfine Shadow und Chelmers starben laut Thurgauer Staatsanwaltschaft an den Folgen eines Antibiotikums. Nun sind Zweifel aufgekommen. Das Institut für Rechtsmedizin in St. Gallen hat im Urin der Tiere neben Antibiotika auch Opiat-Spuren nachgewiesen, so die NZZ.

Das nachgewiesene Opiat Buprenorphin ist rezeptpflichtig und wirkt wie Heroin oder Morphin. In der Medizin wird es hauptsächlich zur Linderung sehr starker Schmerzen eingesetzt. Laut Cornelis van Elk, Meeresbiologe, wird diese Substanz bei der Behandlung von Meeressäugern niemals bewusst eingesetzt. Delphine müssen ihre Atmung aktiv steuern. Auch im Schlaf bleibt deshalb immer eine Hirnhälfte wach. „Opiate können dazu führen, dass das Hirn ganz einschläft und die Atmung aussetzt“, so van Elk gegenüber der NZZ. Neben dem Opiat wurde auch Benzodiazepin – eine Substanz, die in Verbindung mit dem Opiat zur Atemlähmung führen kann – nachgewiesen. Dies bestätigt den Connyland-Sprecher im Verdacht, dass die Tiere vergiftet wurden.

Die Connyland-Betreiber fordern nun, eine erneute Untersuchung der Todesursache durch die Staatsanwaltschaft.

Weitere Informationen

www.nzz.ch
www.tierschutznews.ch
www.oceancare.org

Bild: NASA

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