© Jenny [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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CO2 sparen durch Secondhand anstatt Neukauf

  • Kathrin Ruprecht
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Der Kauf von Secondhand­Produkten auf tutti.ch bringt nicht nur monetäre Vorteile, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Umwelt. Dies zeigt die neue Studie von tutti.ch in Kooperation mit der Stiftung myclimate. Mit dem Kauf vonSecondhand spart man den CO2 ­Ausstoss von Produktion, Transport und Verpackung der Neuwaren. Um mindestens 47‘600 Tonnen hat das Schweizer Unternehmen die CO2 ­Emissionen während 12 Monaten reduziert. Dies entspricht den Emissionen aus dem 
jährlichen Stromverbrauch von 85‘000 Schweizer Haushalten.

Die Stiftung myclimate und das Kleinanzeigen Portal tutti.ch berichten über die gemeinsame Studie über die CO2-Einsparungen durch Secondhandartikel.

Im Auftrag von tutti.ch hat die Stiftung myclimate eine Ökobilanzstudie zur Ermittlung des ökologischen Nutzens von Gebrauchtartikeln durchgeführt. myclimate verglich die Einsparung von CO2-­Emissionen beim Kauf von Gebrauchtartikeln mit den CO2-Emissionen beim Kauf der entsprechenden Neuwaren. Für alle Produkte wurden die Rohstoffe, die Herstellung, die Verpackung sowie der Transport in die Schweiz berücksichtigt. Dabei kam heraus: Während 12 Monaten haben Konsumenten mindestens 47’600 Tonnen CO2-Emissionen über tutti.ch eingespart.

Dies entspricht 20‘000 Retourflügen Zürich ­ New York für eine Person, 4‘000 Umrundungen der Erde mit einem durchschnittlichen Auto (Verbrauch 8l/100 km) oder dem Stromverbrauch von 85‘000 Schweizer Haushalten (4 Personen, 4‘500 kWh/a) pro Jahr.

Grösster Anteil der CO2 ­Belastung durch Herstellung von Gütern

Gemäss den Resultaten ist der Herstellungsprozess die grösste Quelle der CO2 ­Emissionen. Insbesondere Fernseher, Kühlschrank und Backofen schneiden in der Ökobilanz sehr schlecht ab. Die weitaus höchsten Treibhausgase kommen von der Herstellung ihrer Rohstoffe: Baumwolle (27 CO2e pro kg), Leder (53 CO2e pro kg), Leiterplatte und Leuchtdioden (385 CO2e pro kg) und Spanplatten (264 CO2e pro kg). Mehr als 50 Prozent der CO2-­Emissionen entstehen durch die Produktkategorie Möbel, gefolgt von elektronischen Produkten und Sportartikeln.

Um die Emissionszahlen der Produkte zu veranschaulichen, hat tutti.ch mit myclimate die Website http://www.klima.tutti.ch eingerichtet, welche die Emissionswerte für jedes Produkt in einem Wohnzimmer grafisch darstellt.

Ausserdem werden die vollständigen Ergebnisse der Studie als PDF zum Download bereit gestellt.

Mit Secondhand gegen den Klimawandel

Bisher stand bei Kleinanzeigenportalen das Suchen und Finden von Sammlerstücken und Raritäten sowie der finanzielle Aspekt im Vordergrund. Die Ergebnisse der myclimate­Studie zeigen deutlich, dass das Weitergeben oder Weiterverkaufen von Gebrauchtwaren entscheidend zur Reduktion der klimawirksamen Treibhausgase beiträgt. Zudem werden die immer knapper werdenden Ressourcen geschont.

Mit ihrem regional organisierten Anzeigesystem unterstützen die User von tutti.ch die Reduktion von Treibhausgasen auch beim Transport der Secondhand­Produkte. Das Anzeigesystem ist so ausgerichtet, dass man das gewünschte Produkt möglichst nahe an seinem Wohnort findet. Je näher in der Umgebung also ein Produkt weitergegeben werden kann, desto geringer ist der CO2­-Ausstoss. Wer Secondhand kauft, schont somit nicht nur sein Haushaltsbudget, sondern leistet einen bedeutenden Beitrag zum Umweltschutz.

tutti.ch wurde 2010 von der norwegischen Mediengruppe Schibsted in der Schweiz lanciert, die mittlerweile über 32 Online­Marktplätze in Ländern wie Frankreich, Norwegen und Schweden betreibt. Seit August 2013 gehört das Portal ebenfalls zu 50 Prozent dem Schweizer Medienhaus Tamedia AG. Mit über 400’000 Inseraten zählt tutti.ch zu den stärksten Kleinanzeigenportalen der Schweiz. Ein multikulturelles, kleines Team von aktuell 25 Mitarbeitern arbeitet am stetigen Wachstum der Seite auf Desktop und mobilen Endgeräten.

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