© Zappys Technology Solutions, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
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CO2-Emission sinkt – aber zu langsam

  • Amanda Buol
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Die CO2-Statistik für das Jahr 2015 weist witterungsbereinigt weiterhin abnehmende Emissionen aus. Gegenüber dem Vorjahr betrug der Rückgang der Emissionen aus Brennstoffen 2.8 Prozent. Ohne die Witterungsbereinigung sind die Emissionen hingegen um 5 Prozent gestiegen.

Die gerade veröffentlichte CO2-Statistik für das Jahr 2015 zeigt einen abnehmenden Trend bei den witterungsbereinigten Emissionen aus Brennstoffen. Wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) schreibt, werden die jährlichen CO2-Emissionen aus Brenn- und Treibstoffen überprüft. Damit die Jahre statistisch vergleichbar seien, werde der Einfluss des Winterwetters auf Heizöl- und Gasverbrauch mittels der sogenannten Witterungsbereinigung rechnerisch ausgeglichen.

Die Emissionen liegen gegenüber 1990 um 23.6 Prozent tiefer. Für die CO2-Abgabe auf Brennstoffe sei dieser Emissions-Verlauf massgebend. Liegen nämlich die Brennwerte nicht mindestens 27 Prozent unter dem Wert von 1990, könnte ein nächster Erhöhungsschritt auf 2018 eintreten, so das BAFU.

Ohne die Witterungsbereinigung seien die CO2-Emissions aus Brennstoffen gegenüber dem Vorjahr auf fünf Prozent angestiegen. Die starke Schwankung je nach Heizgradtagen sei ein Indiz dafür, dass der Gebäudepark noch immer zu einem grossen Teil fossil beheizt werde.

Die Emissionen aus Treibstoffen weisen, trotz zunehmender Verkehrsleistung, eine markante Abnahme im Vergleich zum Vorjahr aus. Der abrupte Rückgang, so das BAFU, sei zu einem überwiegenden Anteil auf die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Nationalbank und den dadurch verursachten Veränderungen des Tanktoruismus zuzuschreiben.

Der Schein dieser Werte trügt, meint WWF Schweiz. Um mit den Ziele des Parisers Klimaabkommens mithalten zu können, reiche dieser aktuelle Wert der Emissions-Reduktion nicht. Der Bundesrat müsse nun seinen im CO2-Gesetz vorgesehenen Spielraum nutzen, um für mehr Klimaschutz zu sorgen.

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