Elefanten

CITES endet mit historischen Ergebnissen

  • Corinna von Kürthy
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Heute ist der letzte Tag der diesjährigen Artenschutzkonferenz CITES in Bankok. Laut dem WWF war die Konferenz ein Erfolg. Es konnten sich nach einem Jahrzehnt des Stillstands in breitem Stil Umwelt- und Naturschutzziele gegenüber kommerzieller Ausbeutung durchsetzen.

Besonders profitierten verschiedene Haiarten und Mantarochen, deren Schutzanträge in den vergangenen Jahren mehrfach in letzter Minute gekippt worden waren. „Dies ist ein historischer Moment. Heringshai, Weissspitzen-Hochseehai, drei Hammer- haiarten und Mantas wurden mit einer klaren Zweidrittelmehrheit auf Anhang II des Artenschutzabkommens gelistet. Sie dürfen damit nur noch unter strengen Auflagen gehandelt werden. Eine Sägefischart wurde in die höchste Schutzkategorie aufgenommen.

Keinen Erfolg gab es jedoch beispielsweise für die Eisbären. Eine knappe Mehrheit der Delegierten der 178 Mitgliedstaaten, darunter die Schweiz, Kanada, Norwegen und Dänemark, haben das internationale Handelsverbot mit Eisbärenprodukten in erster Instanz abgelehnt.

Erfreut zeigt sich der WWF jedoch über die stärkeren Schutzmassnahmen im Bereich der charismatischen Arten. Elefanten, Nashörner, Tiger und Menschenaffen stehen schon lange unter Artenschutz. Die aktuelle Wildereikrise zeigt jedoch, dass dieser Schutz alleine nicht reicht. Der illegale Handel mit diesen Arten hat sich zu einem Verbrechen globalen Ausmasses entwickelt. Das haben auch die CITES-Mitgliedsstaaten erkannt: Nie zuvor war der Ruf nach Sanktionen für Nichteinhaltung der Konferenzbeschlüsse so laut wie auf der diesjährigen Zusammenkunft. Vielen Herkunfts-, Transit- und Abnehmerländern, darunter Gastgeberland Thailand, China und Kenia, wurden die Daumenschrauben angelegt, sich deutlich stärker für den Schutz der bedrohten Tiere einzusetzen. Gegen Guinea wurden sofortige Sanktionen eingeleitet, da das Land mehrfach mit bedrohten Menschenaffen gehandelt hatte.

Im Fall der Nashörner wurden Vietnam und Mosambik als Haupttreiber der Wilderei auf die Dickhäuter identifiziert. Mozambik, das an den Krüger Nationalpark angrenzt, in dem weltweit die meisten Nashörner leben, gilt als eines der Hauptschmuggelländer. Beiden Ländern drohen nun Handelssanktionen, wenn sie innerhalb des nächsten Jahres nicht entschieden der Wilderei entgegentreten.

Bild: Friedrich Wilhelm Kuhnert [public domain], via Wikimedia Commons

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1 Kommentar

  • Christine Dobler Gross

    Die Schweiz hat mitgeholfen, das internationale Handelsverbot mit Eisbärenprodukten abzulehnen? Mit welchen Argumenten widersetzt sich die Schweiz dem Schutz des Eisbären?

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