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BWM-Fahrtraining am Flüelapass

  • Dominique Haiden
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800px-BMW_5er_(F10)_front-1_20100405Wie der Beobachter Natur berichtet, führt BMW seit 2004 jedes Jahr im Februar und März, auf der extra für diesen Zweck winterlich präparierten Flüela-Passstrasse und dem zugefrorenen Schottensee beim Flüela-Hospiz, ein Winterfahrtraining für auserwählte BMW-Kunden durch. Für BMW ist dies der ideale Ort für ihr Fahrtraining. Das sieht der dort heimische Jäger Hans Frankhauser entschieden anders, er ist sehr besorgt um die Winterruhe des Wildes. Ausserdem befürchtet Frankhauser, dass ein Unfall auf dem See die Grundwasserfassung von Davos vergiften könnte.

Laut Beobachter Natur lancierte Hans Frankhauser, in Zusammenarbeit mit den Umweltorganisationen Pro Natura, WWF, Verkehrs-Club Schweiz und Mountain Wilderness, eine Petition gegen die winterliche Nutzung der Passstrasse und sammelte innert wenigen Wochen 1500 Unterschriften. Man traf sich anschliessend zu Gesprächen, doch die Naturschützer mussten schnell feststellen, dass wenig Hoffnung auf ein Verbot besteht, zu viel Geld ist im Spiel. Der Kanton erhält 30000 Franken Miete, BMW kann seiner Kundschaft exklusiven, winterlichen Fahrspass bieten und bringt so viele gutbetuchte Gäste nach Davos. Laut BMW-Mediensprecher Beda Durrer bringt BMW rund eine Million Franken in die Region.

Laut Beobachter Natur ordnete der damalige Bündner Baudirektor Stefan Engler im Januar 2010 die Prüfung eines Alternativstandorts für das Fahrtraining an. Diese erfolgte hauptsächlich durch BMW selbst. Da ist es wenig überraschend, dass nach wie vor nur der Flüelapass und der Schottensee für das Fahrtraining in Frage kommen. Kurz vor seinem Rücktritt als Regierungsrat unterzeichnete Stefan Engler eine drei Jahre gültige Vereinbarung mit BMW. Es wird also auch weiterhin bei dem fragwürdigen Fahrtraining am Flüelapass bleiben.

Beobachter Natur (Vollständiger Artikel)

Bild: S400 Hybrid/Wikimedia

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