https://www.flickr.com/photos/silkebaron/10455553396/in/photolist-qE91iC-8WArJW-pZHwXC-nBKyAE-nCouu8-nDKRBx-gVVrL1-6aSLC6-nCsorj-nmbYX6-nACJWU-nktVcK-nBFMDa-nku4Ty-nmbZj8-nCFhH2-nCFgJD-nBYqnm-nBYHHK-pmFBk1-AGso7K-pAJoGP-82idaf-82i6PS-82iexu-82ibxy-82f3ND-82f2h2-82eYaH-82eWrk-82i225-82eT3F-82hXs3-82ePST-r2XDx8-65mBgc-dG4jWq-65mBig-65mBba-65mBeK-BcjgxW-7Lh32u-j7VsDR-j7WQiE-iSfXej-j7WQdj-bsvRrH-BGF6G3-qAVCsu-umTbnY
Unter anderem um an Nahrung zu gelangen, hämmert der Buntspecht auf Holz. | © prilfish [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com

Buntspecht ist Vogel des Jahres 2016

  • Amanda Buol
  • 3

Der Buntspecht ist der Vogel des Jahres 2016 des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz. Der stark auf Bäume spezialisierte Vogel ist Botschafter für den Erhalt grosser alter Bäume im Siedlungsraum, Kulturland und im Wald.

Bereits ab Ende Januar hört man wieder das laute Trommeln auf morschen Ästen in Siedlungsräumen und Wäldern. Das ist die Zeit, in dieser der Vogel des Jahres 2016 seine Suche nach einem Partner beginnt und sein Revier abgrenzt. Haben sich zwei Buntspechte gefunden, beginnt der Bau einer Höhle im Baumstamm, die zur Aufzucht ihrer Jungen dient.

Das Hämmern und Meisseln ist für die schwarz-weissen Spechte überlebenswichtig, denn sie holen ihre Nahrung aus dem alten und morschen Holz wie beispielsweise die dicken Larven des Totholzkäfers. Er frisst aber auch Samen der Tannenzapfen. Dabei klemmt er zuerst den Zapfen in eine Holzspalte und hämmert die Samen raus.

Durch seinen angepassten Körperbau bekommt der Buntspecht nicht mal Kopfschmerzen. Ein verknöcherter Unterschnabel, verstärkte Rippen und Schädeldecke sowie ein schwammiger Übergang zwischen Schnabel und Schädelknochen dämpfen die Schläge ab und leiten die Wucht auf den ganzen Körper ab.

Sind die von den Buntspechten gebauten Höhlen leer, werden sie sofort von zahlreichen Nachmietern besetzt wie beispielsweise Wespen und Hornissen oder dem Siebenschläfer, die die Höhlen auch als Nistpaltz benutzen.

Der Vogel des Jahres 2016 von BirdLife Schweiz ist Botschafter zur Erhaltung grosser alter Bäume im Siedlungsraum und Kulturland. Denn der Buntspecht, und mit ihm die anderen Spechte, seien auf alte Bäume und Totholz angewiesen. Leider drohe in zwei Dritteln unserer Landschaft der Verlust grosser, einheimischer Bäume, wie BirdLife Schweiz berichtet. Daher sei es für den Schutz des Buntspechtes wichtig bereits heute die Weichen neu zu stellen, denn Bäume benötigen Jahrzehnte bis sie gross sind. Aus diesem Grund fordert BirdLife die Erhaltung und Förderung von alten Bäumen im Siedlungsraum, Kulturland und Wald.

3 Kommentare

  • Marbeth rehmann

    Mit grosser Bedrängnis lese ich diesen Artikel. Unsere neuen Nachbarn Kanton Aargau, (keine Verjährungsfristen für Bäume) wollen unbedingt die über 30 Jahre alte Esche weg haben. Seit den Überbaungen und dadurch Rodungen vieler alten Baumbestände hat sich die Vogelpopulation stark verringert, unsere Esche wird zwar leider nur noch selten, aber doch von einem Buntspecht besucht. Es bricht uns als Familie das Herz. Ein Termin beim Friedensrichter steht an! Wir verstehen nicht, wie junge Familien so keine Beziehung zur Natur hat, wie man überhaupt so ein wunderschönes Kunstwerk wie diesen Baum töten kann . . .
    Falls jemand vom Naturschutz etwas gesetzlich Relevantes dazu sagen kann, bin ich äusserst dankbar!
    Hg marbeth

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  • Leuenberger Ernst

    Guten Abend
    Leider wird überhaupt nicht mehr Sorge getragen, spielt keine Rolle ,
    ob Land- oder Forstwirtschaft. Viele Spechtbäume wurden in unserer Gegend leider aus einfältigen Gründen gefällt, auch solche die kein Risiko waren. Der Wald müsse rentieren !!! Solcher Blödsinn wird er-zählt. Auch jeder Obstbaum wird sofort weggeräumt, es muss sauber
    sein, zudem muss man mit den grossen Traktoren Platz haben ,,,,
    Gruss
    Ernst

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  • Christine Dobler Gross

    Es wäre schon einiges erreicht, wenn grosse morsche Bäume einfach nur auf eine ungefährliche Höhe gekappt würden, wenn sie denn ein Sicherheitsrisiko darstellen. Dies ist ja oft die Begründung, wenn ein Baum weg muss.

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