Bild: Philip Reynolds (Zukunft statt Kohle)
Bild: Philip Reynolds (Zukunft statt Kohle)

Bündner wollen sauberen Strom

  • Daniela Cervenka
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Das Bündner Volk hat sich letzen Sonntag für eine Energiezukunft ohne Kohlestrom ausgesprochen. Mit der Zustimmung zur Initiative „Ja zu sauberem Strom ohne Kohlekraft“ pfeift das Stimmvolk die Bündner Kraftwerkbetreiberin Repower zurück – und macht gleichzeitig deutlich, dass die Energiewende nicht auf Kosten der Umwelt gehen darf.

Im August 2011 berichtete Naturschutz.ch über die Pläne von Repower, sich an ausländischen Kohlekraftwerken in Deutschland und Italien zu beteiligen. Die Kundgebung  “Kein Klimaschaden aus Graubünden: Repower Kohlekraftwerke ADE!”, zeigte bereits, dass das Projekt der Repower auf wenig Akzeptanz in der Bevölkerung stiess.

„Selbst die konservative Internationale Energieagentur hat festgehalten, dass spätestens 2017 Schluss sein muss mit Investitionen in fossile Energie-Infrastruktur, wenn wir eine unkontrollierte Klimaerwärmung verhindern wollen“, sagt Anita Mazzetta vom WWF Graubründen. „Wer AKW durch Kohle- oder Gaskraftwerke ersetzen will, nimmt anstelle von Atomrisiken grosse Klimaschäden in Kauf. Die Bündner weisen der Schweiz mit der Abstimmung deshalb den Weg: Sie wollen eine sichere und wirtschaftliche Energieversorgung, die gleichzeitig umweltverträglich ist.“

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