Graubuenden

Bündner lehnen olympisches Megaprojekt ab

  • Redaktion Naturschutz
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Mit grosser Freude nimmt das Komitee „Olympiakritisches Graubünden“ den Entscheid der Bündner Stimmbevölkerung zur Kenntnis, sich nicht in ein unkalkulierbares Olympiaabenteuer zu stürzen. Bündnerinnen und Bündner haben klar gezeigt, dass sie auch den zukünftigen Generationen gute Lebensbedingungen garantieren wollen: wirtschaftlich schuldenfrei, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben, berichtet das Komitee „Olympiakristisches Graubünden“.

Nationalrätin Silva Semadeni, Präsidentin des Komitees sagt: „Ich bin den Bündner Stimmberechtigten dankbar, dass sie mit ihrem NEIN dieses olympische Megaprojekt endgültig beerdigt haben. Bündnerinnen und Bündner haben sich nicht von der millionenteuren Propaganda und den bundesrätlichen Milliarden- versprechungen mit ungeklärter Defizitgarantie blenden lassen. Jetzt können wir uns den wirklichen Bedürfnissen Graubündens zuwenden und echt nachhaltige Strategien entwickeln, damit die bereitgestellten 300 Millionen Franken sinnvoll für alle Bündner Talschaften eingesetzt werden.“

Anita Mazzetta, Geschäftsleitern des WWF Graubünden bringt es auf den Punkt: „Das Nein des Bündner Volkes macht den Weg frei für einen echten und politisch verbindlichen Nachhaltigkeitsprozess in Graubünden ohne einen unmöglichen Balanceakt zwischen einem Megaanlass und dem Nachhaltigkeitsgedanken vollziehen zu müssen. Gerne sind die Bündner Umweltorganisationen bereit an diesem Dialog mitzuwirken, um wirklich nachhaltige Projekte entwickeln und anstossen zu können. Wir fordern Bund, Kanton, Gemeinden sowie Wirtschafts- und Tourismusorganisationen zu einem konstruktiven Dialog über die Zukunft unseres Kantons auf.“

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Bild: Sandro Senn [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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