© dingbat2005 [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Bundesrat verabschiedet sich vom wirksamen Klimaschutz

  • Roman Vonwil
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Der Bundesrat hat am 19. November 2014 gemäss Radio SRF beschlossen, dass die Schweiz die Treibhausgas-Emissionen im Inland bis 2030 um lediglich 30 Prozent senken soll.

Dieser Entscheid, der im Rahmen der bundesrätlichen Genehmigung des Mandats der Schweizer Delegation für die 20. UNO-Klimakonferenz bekannt wurde, kommt einer Absage an einen wirksamen Klimaschutz gleich und bedeutet, dass die Schweiz in Zukunft noch weniger leisten möchte als die EU mit ihrem kürzlich beschlossenen Reduktionsziel von mindestens 40 Prozent. Der Bundesrat ignoriert damit die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum verbleibenden Klimagas-Budget. Diese legen zum Erreichen des Zwei-Grad-Ziels eine Absenkung um 60 Prozent im Inland nahe.

Gleichzeitig lässt der Bundesrat verlauten, dass sich die Schweizer Delegation an der 20. UNO-Klimakonferenz für den Abschluss eines globalen Abkommens im kommenden Jahr in Paris sowie für verstärkte Anstrengungen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2020 einsetzen werde.

Der aktuelle Entscheid ist ein herber Rückschlag für die Klimaschutzbemühungen – die Klima-Allianz fordert deshalb eine Korrektur des eingeschlagenen Kurses.

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