© Daniel Foster [CC-BY-SA-3.0], via flickr
© Daniel Foster [CC-BY-SA-3.0], via flickr

Bundesrat soll das risikoreiche Fracking verbieten

  • Kathrin Ruprecht
  • -

Fracking, eine Riskante Methode der Erdgasförderung hat die Schweiz erreicht. Noch herrscht Unklarheit über die Zulassung dieser neuen Förderungsform eines fossilen Brennstoffes. Die JCVP und die Junge Grüne fordern ein schweizweites Verbot.

Um an Erdgasvorräte zu kommen, die in dichtem Gestein gebunden sind, wird die Technologie „Fracking“ angewendet. Mit grossem Druck wird Flüssigkeit in das Gestein gepresst um dessen Durchlässigkeit zu erhöhen. Dabei werden Risse (Fracks) erzeugt, durch welche das Gas dann geleitet wird. Die Risse würden sich aber durch den Druck der darüber liegenden Gesteinsschichten schnell wieder verschliessen, weshalb der Bohrflüssigkeit Sand oder keramische Stützmittel beigegeben wird. Des Weiteren kommen zusätzliche chemische Mittel zum Einsatz. Die „Fracks“ müssen immer wieder neu gebohrt werden, da die Gasmenge rasch nachlässt.

Gasförderung allgemein ist als fossile Energiequelle nicht erstrebenswert und Fracking verursacht zusätzlich Gefahrenquellen und Nachteile. Die Methode ist äusserst Energie aufwendig und birgt zusätzlich die Gefahr von Methanemissionen in die Umwelt. Eine Unmenge von Frischwasser wird verbraucht um die Risse zu erzeugen und um sie offen zu halten werden Chemikalien eingesetzt, welche gesundheits- und gewässergefährdend sind. Als gewässerreiches Land ist die Fracking-Methode für die Schweiz ein hohes Risiko.

Da diese Technologie nun aber die Schweiz erreicht hat, braucht es eine Stellungnahme, oder besser ein Verbot dieser Energieförderung, des Bundesrates. Dies verlangen JCVP und Junge Grüne.

Rechtlich sei die Schweiz überhaupt nicht vorbereitet auf das Interesse an der Fracking-Technologie. Einzelne Kantone reagieren mit Verboten oder Moratorien. Doch Fracking macht nicht vor Kantonsgrenzen oder Landesgrenzen halt, wie Vorhaben am Bodensee zeigen. Die beiden Jungparteien fordern deshalb, dass die Kantone im Rahmen eines Konkordats ein gemeinsames Verbot erarbeiten und dem Bund die Möglichkeit geben in grenznahem Gebiet zu intervenieren. Die Geothermie soll von dem Verbot nicht tangiert werden.

Ein konsequentes Verbot garantiert Rechts- und Investitionssicherheit für Kantone, Bohrfirmen und die Bevölkerung. Als nächstes steht im Zürcher Kantonsrat eine Motion von Martin Neukom (Grüne) zur Debatte. Mit fadenscheinigen Gründen empfiehlt sie der Zürcher Regierungsrat zur Ablehnung.

Stellungnahme von JCVP und Jungen Grünen finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Fracking.

Beitrag kommentieren