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Bundesrat schickt Frauen-Duo nach Rio+20

  • Nora Kieselbach
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Der Bundesrat hat letzten Freitag die Schweizer Delegation für die UNO-Nachhaltigkeitskonferenz vom 20. bis 22. Juni 2012 in Rio de Janeiro (Brasilien) bestimmt: Die Landesregierung wird vertreten durch Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf und Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des UVEK. Am Gipfel soll das Engagement für eine Nachhaltige Entwicklung erneuert und die Grüne Wirtschaft auf höchster politischer Ebene diskutiert werden.

Hauptthemen der UNO-Nachhaltigkeitskonferenz von Rio de Janeiro vom 20. bis 22. Juni 2012 sind der Beitrag einer grünen Wirtschaft zur nachhaltigen Entwicklung und Armutsreduktion sowie die Verbesserung der Institutionen, die sich auf internationaler Ebene mit der nachhaltigen Entwicklung beschäftigen. Zudem will die UNO das politische Engagement für die nachhaltige Entwicklung erneuern und stärken. Vor dem eigentlichen Gipfel, an dem rund 130 Staats- und Regierungschefs teilnehmen werden, findet vom 13. bis 15. Juni in Rio die letzte Vorverhandlungsrunde auf Unterhändlerstufe statt. Zwischen den Vorverhandlungen und dem Gipfel organisiert Gastgeber Brasilien einen Dialog mit den Akteuren der Zivilgesellschaft. Es werden über 50‘000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Rio erwartet.

Die Nachhaltige Entwicklung – also eine Lebensweise, die den nachfolgenden Generationen gute soziale, wirtschaftliche und ökologische Bedingungen hinterlässt – hat für die Schweiz einen hohen Stellenwert. Sie ist eines der obersten Verfassungsziele. Die bisherigen UNO-Nachhaltigkeits-, Umwelt- und Entwicklungskonferenzen von 1972 (Stockholm), 1992 (Rio) und 2002 (Johannesburg) haben die Nachhaltige Entwicklung und die Umweltpolitik stark beeinflusst. Auch von der Konferenz 2012 in Rio erhofft sich der Bundesrat Impulse insbesondere für eine Grüne Wirtschaft und die Reform der UNO-Nachhaltigkeits- und Umweltinstitutionen. Die Hauptziele der Schweiz lauten (Details siehe Faktenblatt):

– eine Grüne Wirtschaft im Kontext der nachhaltigen Entwicklung und Armutsbekämpfung,
– die Stärkung der internationalen Umweltgouvernanz,
– die Schaffung eines Rates für nachhaltige Entwicklung
– und Nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Developments Goals – SDGs).

Die Schweiz erwartet darüber hinaus eine Einigung auf ein ehrgeiziges und wirksames Reformprogramm der UNO-Nachhaltigkeitsinstitutionen. Obwohl in den letzten 20 Jahren deutliche Fortschritte erzielt wurden, sind noch bedeutende Anstrengungen nötig, damit die weltweite Entwicklung tatsächlich nachhaltig wird und sich die internationale Gouvernanz der nachhaltigen Entwicklung verbessert. Die Schweiz schlägt vor, den internationalen Rahmen für die nachhaltige Entwicklung durch die Errichtung eines Rates für nachhaltige Entwicklung zu stärken.

Weitere Informationen

Schweizer Plattform für Rio+20

Bild: PlaneMad (Wikimedia Commons)

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