Bundesrat möchte, dass der Wolf weniger stark geschützt ist

  • Redaktion Naturschutz
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Der Bundesrat will dem Ständigen Ausschuss der Berner Konvention den Antrag stellen, den Wolf in der Schweiz von „stark gefährdet“ auf „gefährdet“ zurückzustufen. Dies, weil sich die Bestände des Wolfes in Europa erholt hätten und er sich in einigen Ländern wieder ausbreite. Nach einer Zurückstufung könnten Schaden stiftende Wölfe noch schneller abgeschossen werden.
Für den WWF Schweiz weist der Entscheid des Bundesrates in die falsche Richtung. WWF-Artenschutzexpertin Doris Calegari ist überzeugt: „Ein Antrag auf Rückstufung des Schutzes für den Wolf dient den Bauern nicht. Dies unterstützt vielmehr den Irrglauben gewisser Kreise, der Nutztier-Wolf-Konflikt liesse sich nur mit dem Gewehr regeln.“ Schafe würden mit Hirten und Schutzhunden bereits jetzt erfolgreich vor Wölfen geschützt. Stimmt der Ständige Ausschuss der Berner Konvention dem Antrag zu, besteht nach Auffassung des WWF die Gefahr, dass es zu unkontrollierten, illegalen Wolfsabschüssen kommt.

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