Bundesrat lehnt Volksinitiative «Lebendiges Wasser» ohne Gegenvorschlag ab

  • Redaktion Naturschutz
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Die vom Schweizerischen Fischereiverband (SFV) eingereichte Volksinitiative «Lebendiges Wasser» wird vom Bundesrat ohne Gegenvorschlag abgelehnt. Die Volksinitiative verlangt die Förderung von Gewässerrenaturierungen durch die Kantone, die Errichtung von kantonalen Renaturierungsfonds sowie für direkt berührte Organisationen (Fischereikreise) die gesetzliche Verankerung des Antrags- und Beschwerderechts bezüglich Renaturierungsmassnahmen. Mehr als 160'000 Stimmbürgerinnen und -bürger haben die Initiative mit ihrer Unterschrift unterstützt.
Der WWF Schweiz findet die Ablehnung der Initiative unverständlich, weil diese im Wesentlichen nur die Umsetzung bestehender Vorgaben der Bundesverfassung und des Gewässerschutzgesetzes verlange. „Ein substantieller Gegenvorschlag wäre das Mindeste gewesen, um die geschundenen Flüsse und Bäche wieder zu beleben“, schreibt die Umweltorganisation. Auch Pro Natura hat kein Verständnis für das undifferenzierte Nein des Bundesrates.
Nun liegt es am Parlament, den Entscheid des Bundesrats zu korrigieren und einen vernünftigen Gegenvorschlag auszuarbeiten. (sb)

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