Bundesrat lehnt Landschaftsinitiative ab

  • Redaktion Naturschutz
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Die Volksinitiative «Gegen masslosen Bau umwelt- und landschaftsbelastender Anlagen» will die fortschreitende Überbauung der Schweiz und die Zerstörung von Natur und Landschaft eindämmen. Nach Ansicht des Bundesrates greift die Initiative zwar ein wichtiges Problem der Siedlungsentwicklung auf, sie sei jedoch zu wenig ausgewogen und nehme keine Rücksicht auf wirtschaftliche, sicherheitspolitische, soziale und kulturelle Interessen. „Die Folgen bei Annahme der Initiative wären für die schweizerische Volkswirtschaft gravierend“, schreibt der Bundesrat.

Die Initianten der Landschaftsinitiative, zahlreiche Umweltorganisationen und Parteien, hingegen finden, dass eine sorgfältigere Planung der Bautätigkeit unumgänglich sei, je knapper die Freiräume werden. Die Landschaftsinitiative verlangt daher,
• dass Bund und Kantone gemeinsam für einen haushälterischen Umgang mit dem Boden sorgen;
• dass Bau- und Nichtbaugebiet getrennt und Kulturland geschützt wird;
• eine hochwertige Entwicklung in den Siedlungen;
• dass Bauernland, Wald und Naturflächen für die Lebensmittel-und Rohstoffproduktion und als Erholungsraum erhalten bleiben;
• dass das Baugebiet während 20 Jahren nicht vergrössert werden darf. Wer neues Bauland einzont, muss andernorts eine zu grosse Bauzone verkleinern.

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