© LID, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
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Bundesrat empfiehlt Ablehnung der Hornkuh-Initiative

  • Amanda Buol
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Der Bundesrat empfiehlt eine Ablehnung der Volksinitiative „Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere (Hornkuh-Initiative)“. Zwar hat er ein Verständnis für das Anliegen der Initianten, will aber keine Direktzahlungen einführen, weil andere Aspekte des Tierwohls beeinträchtigt werden könnten. 

Halter von hörnertragenden Rindern und Ziegen sollen finanziell unterstützt werden können. Dies fordern Initianten der Hornkuh-Initiative. Das Begehren soll in der Bundesverfassung ergänzt werden. Gemäss geltender Tierschutzgesetzgebung dürfen Tiere nur unter Schmerzausschaltung enthornt werden. Die Enthornung sei eine direkte Folge der vermehrten Laufstall- und Auslaufhaltung, die ihrerseits wesentlich zur Steigerung des Tierwohls beigetragen habe, so das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW).

Zwar anerkennt der Bundesrat den finanzielle Aufwand bei der Haltung horntragender Tiere, erachtet jedoch eine spezifische Förderung nicht als zielführend. Es bestehe keine Gewähr, dass das Tierwohl durch Hornbeiträge gesamthaft verbessert werden, schreibt das BLW. Beispielsweise könnten die Beiträge dazu führen, dass wieder mehr Anbindeställe gebaut werden. Der Bundesrat schlägt dagegen vor, dass der Mehraufwand kompensiert werden könnte, indem Produkte von behornten Tieren speziell ausgelobt und teurer verkauft werden.

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