© Kuebi = Armin Kübelbeck [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Bundesrat bürdet Konsumenten unnötige Kosten auf

  • Nicole Wabersky
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Der Bundesrat hat heute eine Revision der Energieverordnung beschlossen. Er verpasst aber die Chance auf nennenswerte Einsparungen beim Stromverbrauch. Die neuen Mindeststandards für Geschirrspüler, Computer, Wärmepumpen und andere Geräte gehenden Umweltverbänden zu wenig weit.

Statt das Einsparpotenzial von rund acht Prozent des Schweizer Stromverbrauchs zu nutzen, will der Bundesrat entgegen den Erkenntnissen einer Studie des Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) nur einen kleinen Bruchteil dieses volkswirtschaftlich interessanten Potenzials umsetzen.

In der Energieverordnung (EnV) bestimmen Mindeststandards den maximal zugelassenen Stromverbrauch von Geräten. Das Potenzial ist gemäss Zahlen der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (S.A.F.E.) laut Mitteilung gross: Jährlich könnten bis zu acht Prozent des Schweizer Stromverbrauchs (rund zwei Mal die Produktion des AKW Mühleberg) eingespart werden.

Mit der heute beschlossenen Revision der EnV wird dieses Potenzial nur zu einem kleinen Bruchteil ausgeschöpft – statt 5000 Gigawattstunden (GWh) mögliche Stromverbrauchsreduktion werden nur rund 675 GWh umgesetzt.

Die Umweltverbände fordern den Bundesrat und die Behörden auf, die volkswirtschaftlich sinnvollen Instrumente im Sinne der Energiestrategie 2050 auszunutzen und der unnötigen Energieverschwendung damit Einhalt zu gebieten.

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