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Bundesnahe Unternehmen wollen Energie sparen

  • Nora Kieselbach
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Wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK mitteilt, möchten die vier bundesnahen Unternehmen SBB, Post, Swisscom und Skyguide ihre Vorbildfunktion in Sachen Energieverbrauch und Effizienz wahrnehmen, den eigenen Verbrauch und CO2-Ausstoss weiter reduzieren und ihre Energieeffizienz erhöhen. An einer gemeinsamen Medienkonferenz mit Bundesrätin Doris Leuthard präsentierten die Konzernchefs der vier Unternehmen daher Massnahmen für einen noch schonenderen Umgang mit den Ressourcen.

Die SBB planen beim Bahnstrom eine komplette Umstellung auf erneuerbare Energien bis spätestens 2025; dabei stehen der Ausbau der Wasserkraft und Energie aus Windanlagen im Vordergrund. Ausserdem soll mit einem bereits gestarteten Energiesparprogramm der Energie- und Leistungsverbrauch bis 2025 gegenüber dem prognostizierten Mehrbedarf um 20 Prozent reduziert werden.

Die Post bezieht bereits seit 2008 ihren Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen, hauptsächlich aus Wasserkraft. Zudem können seit April 2012 dank gesteigerter Energieeffizienz, Umstellung auf erneuerbare Energien und Kompensation von CO2 alle Inlandbriefe klimaneutral versendet werden. Bei ihren Massnahmen setzt die Post einen Schwerpunkt bei der Mobilität: Bis Ende 2012 besteht die Hälfte der 7500 Roller in der Briefzustellung aus Elektrofahrzeugen, bis 2016 werden nur noch elektrische Roller eingesetzt. Die Energie hierfür stammt aus klimaneutralem Windstrom. Bis Ende des laufenden Jahres soll zudem die Anzahl Hybrid-Postautos von derzeit 11 auf gegen 20 Fahrzeuge erhöht werden. Im Betrieb verbrauchen sie rund 30 Prozent weniger Diesel.

Auch Swisscom deckt bereits heute hundert Prozent ihres Bedarfs mit erneuerbaren und einheimischen Energien. Sie will ausserdem ihre Energieeffizienz bis 2015 gegenüber 2010 um weitere 20 Prozent verbessern. Dafür sieht Swisscom verschiedene Massnahmen vor: So strebt sie eine komplette Umstellung ihrer Fahrzeugflotte auf energieeffiziente Modelle an, baut Bürogebäude im Minergie-P-Eco-Standard und stellt auf ein sparsames Kühlungssystem um. Ausserdem setzt Swisscom vermehrt auf virtuelle Konferenzen und Home Office, womit Reisen und Arbeitswege vermieden werden – sowohl intern als auch bei Geschäftskunden.

Die Flugsicherungsbehörde Skyguide bemüht sich seit mehreren Jahren, ihren eigenen Energieverbrauch möglichst tief zu halten. Mit einem Umweltmanagement-System will sie die Schadstoffemissionen nachhaltig reduzieren. Zudem optimiert Skyguide laufend die Flugverfahren und investiert in eine möglichst effiziente Abwicklung der Flüge, u.a. in die Verkürzung mehrerer Flugrouten. Die Zuteilung von fixen Zeitfenstern für die ersten Anflüge auf den Flughafen Zürich am frühen Morgen führt ausserdem zu einer flüssigeren und damit umweltschonenderen Abwicklung des Flugverkehrs.

Weitere Informationen

Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK

Bild: Roland Zumbühl (Wikimedia Commons)

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