© Jonas Barandun (Eigenes Werk) [ CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Bund und Kantone setzen sich für die Erhaltung der Esche ein

  • Kathrin Ruprecht
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In der ganzen Schweiz sind Waldbesitzer mit dem so genannten Eschentriebsterben konfrontiert, welches die Esche zum Absterben bringen kann. Die eschenspezifische Pilzkrankheit Chalara Fraxinea (Eschenwelke) trat 2008 erstmals in der Schweiz im Grossraum Basel auf und hat sich seitdem überall in der Schweiz verbreitet. Das Bundesamt für Umwelt BAFU sowie die Konferenz der Kantonsförster KOK sind bestrebt, die Esche zu erhalten, weil es sich dabei um die zweitwichtigste Laubbaum-Art der Schweiz handelt.

Die Pilzkrankheit befällt Eschen jeglichen Alters, die bedeutendsten Schäden werden aber in Jungbeständen festgestellt, wo bis zu 90 Prozent der Bäume befallen sind. Die allermeisten der befallenen Bäume sterben dabei ab. Das Bundesamt für Umwelt BAFU sowie die Konferenz der Kantonsförster KOK rufen die Waldeigentümer aber dazu auf, die Esche zu erhalten, wie Vertreter von KOK und BAFU heute vor den Medien in Olten SO erklärten. Die Esche ist eine ökologisch wichtige und ökonomisch interessante Baumart, welche auch in Schutzwäldern eine wichtige Rolle spielt, berichtet die Konferenz der Kantonsförster (KOK) und des Bundesamts für Umwelt BAFU.

Effiziente Massnahmen zur Bekämpfung des Eschentriebsterbens sind zurzeit leider nicht verfügbar, und aufgrund der landesweiten Verteilung der Krankheit ist eine Tilgung in der Schweiz nicht mehr vorstellbar. Aber es bestehen verschiedene Handlungsoptionen, welche vor dem Hintergrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen, des Wissenstands sowie der Beobachtungen aus der Praxis geprüft werden sollen. Dazu könnten zum Beispiel die Verjüngung durch Stecklinge von resistenten Eschen (Klone), die Förderung der Blumenesche, einer anderen einheimischen Art, die Förderung von resistenten Eschen oder auch die gezielte Überwachung gehören.

Im Umgang mit der Krankheit können zur Zeit Handlungsempfehlungen abgegeben werden, die auf ersten Forschungsergebnissen und Beobachtungen aus der Praxis basieren: Gering befallene oder gesunde Eschen sollen auf alle Fälle erhalten und gefördert werden, da die Möglichkeit besteht, dass sie resistent oder tolerant sind. Auf Neupflanzungen mit Eschen sollte eher verzichtet werden. Stark befallene Eschen mit erhöhtem Totholzanteil entlang von Strassen oder viel frequentierten Wegen müssen aus Sicherheitsgründen überwacht und gegebenenfalls entfernt werden. Ausserdem soll der Zustand der betroffenen Bestände regelmässig überprüft und neu beurteilt werden.

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