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Bund und Kantone kürzen beim Gebäudeprogramm

  • Redaktion Naturschutz
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isolationIm Jahr 2010 sind im Rahmen des Gebäudeprogramms fast 30’000 Gesuche zur Sanierung der Gebäudehülle eingegangen, mit einer Fördersumme von insgesamt 244 Mio. Franken. Dies ist weit mehr als prognostiziert wurde, denn gestützt auf Erfahrungen rechneten Bund und Kantone nur mit 12’000 bis 16’000 Gesuchen pro Jahr. Auch in den ersten Monaten des laufenden Jahres war keine abnehmende Tendenz beim Gesuchseingang zu beobachten. Hausbesitzer zeigen also ungebrochen grosses Interesse, ihre Liegenschaften energetisch zu sanieren.

Der Erfolg des Programms hat laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) aber „eine Kehrseite“: „Die jährlich zur Verfügung stehenden Fördermittel von rund 133 Mio. Franken (zur Sanierung der Gebäudehülle) werden im ersten Programmjahr deutlich überbeansprucht.“ Konkret: die Fördermittel für das Jahr 2011 waren bereits zu Jahresbeginn ausgeschöpft. Um über die gesamte Laufzeit von zehn Jahren die Liquidität gewährleisten zu können und um die CO2-Wirkung des Programms zu optimieren, haben Bund und Kantone beschlossen, auf den 1. April 2011 „sanfte Programmanpassungen vorzunehmen“, wie das Bafu schreibt. Dabei handelt es sich konkret um zwei Kürzungen der Beiträge: Erstens wird die Minimalfördersumme pro Gesuch von 1’000 auf 3’000 Franken erhöht. Zweitens wird der Förderbeitrag für den Fensterersatz von 70 auf 40 Franken gesenkt.

Schönfärberische Erklärungen

Die Erklärungen des BAFU dazu tönen wie folgt: „Die Erhöhung der Minimalfördersumme erhöht die Effizienz des Programms: Die Anzahl der Kleingesuche wird reduziert, und somit auch die Bearbeitungskosten pro gefördertem Quadratmeter. Durch die gesamthaft tieferen Bearbeitungskosten stehen nun mehr Mittel für Sanierungsprojekte zur Verfügung; dadurch kann das Gebäudeprogramm noch mehr CO2-Emissionen reduzieren. Die Senkung des Förderbeitrags für den Fensterersatz wiederspiegelt die rasante technische Entwicklung: Dreifachverglaste Fenster werden immer mehr zum Standard; die Preisdifferenz zu den zweifach verglasten Fenstern wird kleiner. Der bisherige Beitrag von 70 Franken pro Quadratmeter kann fallweise gar die Preisdifferenz zwischen zwei- und dreifach verglasten Fenstern übertreffen. Ein Förderbeitrag von mehr als 40 Franken pro Quadratmeter Fensterersatz ist deshalb nicht mehr gerechtfertigt. Durch den tieferen Fördersatz kann mit weniger Mitteln gleich viel CO2 eingespart werden.“

BAFU

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