Bund hält an Feuerbrand-Strategie fest

  • Redaktion Naturschutz
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Der Bund sieht seine Strategie zur Bekämpfung des Feuerbrandes durch die kürzlich gefällten Gerichtsurteile nicht in Frage gestellt. Ende April hatte das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass zwei Landwirte aus Mörschwil (SG) ihre vom Feuerbrand befallenen Hochstamm-Apfelbäume nicht roden müssen. Die Beschwerde eines Bauern aus Steinach (SG) hatte es abgewiesen.
Auf die Massnahmen in Regionen, wo der Feuerbrand noch nicht vorkomme oder als isolierter Einzelherd auftrete, hätten die Entscheide keine Auswirkungen, schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW). In diesen Gegenden sei die Krankheit weiterhin konsequent auszumerzen. Die Schutzobjektstrategie werde durch die Entscheide ebenfalls nicht in Frage gestellt. Die bisher praktizierten Bekämpfungsmassnahmen in Niederstammanlagen könnten weiterhin umgesetzt werden. Eine wichtige Konsequenz aus den Urteilen sei, dass im Fall der Ausscheidung von Hochstammobstgärten als schützenswerte Objekte diese künftig sehr gut begründet sein müsse. Dabei müsse es sich zum Beispiel um besonders wertvolle Bestände aus Sicht des Landschaftsbildes, der Ökologie oder der Erhaltung alter Sorten handeln. (sb)

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Basler Zeitung

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