© Bürgerliches Komitee gegen zweite Röhre
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Bürgerliche gegen eine zweite Röhre: Alpenschutz ist überparteilich

  • Kathrin Ruprecht
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Nebst der Alpen-Initiative setzt sich nun auch ein bürgerliches Komitee gegen einen zweiten Gotthardstrassentunnel ein. Das Komitee hat mehrere Gründe für die Absage der zweiten Röhre, stimmt aber grundsätzlich mit der Argumentation der Alpen-Initiative überein.

«Alpenschutz ist überparteilich. Und Alpenschutz war schon immer über alle Parteigrenzen hinweg breit abgestützt», sagt Jon Pult, Präsident der Alpen-Initiative. Dem Komitee gehören Vertreterinnen und Vertreter der FDP, CVP, EVP und der GLP an sowie mit Ständerat Thomas Minder ein Parteiloser, der in der SVP-Fraktion politisiert, schreibt die Alpen-Initiative. Im Co-Präsidium sind auch alle Landesteile vertreten.Inhaltlich stimmt die Alpen-Initiative mit den Argumentationen des Komitees «Bürgerliche gegen zweite Röhre» überein.

Während Konrad Graber von einer unglaubwürdigen Vorlage mit zwei Spuren, von denen nur eine befahren werden soll, sprach, erachtete Thomas Minder eine zweite Strassenröhre am Gotthard als Angriff auf den Volkswillen und sieht neue Gefahren aufgrund der EU-Lastwagen, schreibt das Komitee „Bürgerliche gegen zweite Röhre“. Der Tessiner Vertreter Antoine Turner (FDP) betonte, dass die Verkehrssituation im südlichen Kantonsteil bereits heute unzumutbar sei und eine 2. Röhre die Lage nur noch verschlimmern würde. Isabelle Chevalley sprach von einem „finanzpolitischen Unsinn“, derart viel Geld zu investieren, ohne davon einen Mehrwert zu erhalten. Eine Verladelösung und die NEAT würden den Zugang zum Kanton Tessin garantieren. Mit einer absenkbaren Mittelleitplanke und dem Verlad des Güterverkehrs auf die NEAT hätte man schneller und mehr Sicherheit als erst in zwanzig Jahren mit einer 2. Röhre, argumentierte Maja Ingold. Der Erfolg der NEAT würde durch eine zweite Röhre gefährdet.

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