waermebild_tierpfleger_steinbock

Brrrrrrrrrrrrrr – Tierisch kalt zum Zweiten

  • Manuela Just
  • -

Messungen im Natur- und Tierpark Goldau bringen es an den Tag: Wildtiere, die an unser Klima angepasst sind, verlieren fast keine Körperwärme. Sie sind durch ihr isolierendes Winterfell bestens geschützt. Anders sieht es z.B. beim Hausschweinen aus.

Die Natur hat die Wildtiere, die in unseren Breitengraden heimisch sind bestens ausgerüstet. Vielen von ihnen wächst im Herbst ein Winterfell aus längeren Deckhaaren und dichterer Unterwolle. Diese Isolationsschicht schützt vor Wärmeverlust. Im Gegensatz zu den Haustieren: Diese haben zum Teil ihren Kälteschutz im Laufe der Evolution und aufgrund der Zucht verloren.

Messungen mit einer Wärmebild-Infrarotkamera im Natur- und Tierpark Goldau, zeigen wie wirkungsvoll das Winterfell den Tierkörper isoliert. Tiere verlieren nur an Stellen, wie Augen, Maul und Nase, Körperwärme. Der Vergleich mit einem Tierpfleger zeigt, dass nur optimale mehrschichtige Winterbekleidung den Menschen ähnlich gut schützt wie ein Winterfell. Über Hände und Gesicht geht dagegen viel Wärme verloren.

Interessant ist auch der Vergleich von Wildschwein und Hausschwein: Während sich das Wildschwein in der Kälte „sauwohl“ fühlt, ist das Hausschwein auf Hilfsmittel angewiesen. Die Zucht hat zwar mehr Fleisch hervorgebracht, dafür bietet die Behaarung unserer heutigen Hausschweine keinen wirksamen Kälteschutz mehr. Aus diesem Grund benötigen die Haustiere einen Unterstand mit isolierendem Strohbett.

Weitere Informationen und Bilder

www.tierpark.ch

Bild: Natur- und Tierpark Goldau

Beitrag kommentieren