Der Borkenkäferbefall hat 2015 wieder zugenommen. | © stachelbeer,  [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Der Borkenkäferbefall hat 2015 wieder zugenommen. | © stachelbeer, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Borkenkäferbefall hat 2015 zugenommen

  • Amanda Buol
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Seit dem 2012 steigt der Borkenkäferbefall in der Schweiz wieder an. Der grösste Befall wurde im Mittelland und Jura verzeichnet.

2012 war das Jahr mit dem geringsten Befall durch den Buchdrucker, einer Borkenkäferart, seit der Massenvermehrung nach Sturm Lothar. Seitdem hat der Befall kontinuierlich zugenommen, schreibt die Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Im 2015 habe die befallene Menge Fichtenholz fast um ein Drittel gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Zurückzuführen sei die Zunahme auf den verstärkten Buchdrucker-Befall im Mittelland und Jura.

Die Ursache für den Anstieg des Befalls im 2013 und 2014 waren vor allem Sturm- und Schneedruckschäden in einzelnen Berggebieten. 2015 wurden dagegen in den Kantonen Schaffhausen und Zürich, sowie über das zentrale Mittelland bis in die Westschweiz deutlich mehr Befallsherde verzeichnet. Dabei hat der Befall besonders in Regionen mit Böden von geringem Wasserspeichervermögen zugenommen. So hätten die Hitzeperioden und die regional ausgeprägte Trockenheit des Sommers 2015 die Fichtenbestände geschwächt und anfällig gemacht, meint die WSL.

Ob sich die geschwächten Fichtenbestände erholen werden, hängt von der Witterung des Frühlings und Sommers 2016 ab. Auch die Bekämpfungs- und Überwachungsmassnahmen haben einen Einfluss auf die Buchdrucker-Populationen. Es sei jedoch mit einer Massenvermehrung des Borkenkäfers zu rechnen, wenn die Witterung erneut anhaltend heiss und trocken sei oder ein Sturmereignis stattfindet, schreibt das die WSL. Es sei wichtig dem Buchdrucker ab dem Frühjahr erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken.

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