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Bodenlose Verluste

  • Daniela Cervenka
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Fruchtbarer Boden ist die Grundlage unserer Ernährung. Jährlich gehen weltweit mehr als 24 Milliarden Tonnen durch Erosion verloren, schreibt der WWF in seiner Medienmitteilung. Am meisten Boden geht auf offenem Ackerland verloren, da hier kein Schutz vor Wasser und Wind besteht.

„Die Menschheit zieht sich selbst den Boden unter den Füßen weg“, sagt Birgit Wilhelm WWF-Landwirtschaftsreferentin. Dabei seien fruchtbare Anbauflächen Grundvoraussetzung für 90 Prozent aller Lebensmittel – und nicht unendlich vorhanden. Laut Schätzungen bestehen nur zwölf Prozent der Erdoberfläche aus landwirtschaftlich nutzbarem Boden. Ist die gerade einmal 2,5 cm dicke fruchtbare Oberschicht durch Erosion verloren, dauert es 500 Jahre, um sie zurück zu bringen.

Die Schweiz steht im internationalen Vergleich zwar gut da, dennoch gehen jährlich bis zu 840’000 Tonnen Erde durch Abschwemmung verloren. Dies entspricht einem mit 100 Meter Erde bedeckten Fussballfeld. Die mit dem Klimawandel verbundenen Extremniederschläge werden die Abtragung noch weiter beschleunigen.

„Um den weltweiten Verlust an Boden zu stoppen  muss die Landwirtschaft nachhaltiger gestaltet werden“, erklärt Wilhelm. Es brauche vor allem bodenschonende Fruchtfolgen, weniger Düngemittel, der Einsatz bodenschonender Maschinen und einen Stopp der weltweiten Entwaldung.

 

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