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Blauzunge: Selbstbestimmung ist das Ziel

  • Silvan Kaufmann
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Für Bio Suisse, Demeter und die Kleinbauern-Vereinigung ist in der Frage um die Blauzungen-Impfung die Selbstbestimmung der Tierhalter das oberste Ziel. Das heutige Treffen zwischen Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) und den Landwirtschaftsorganisationen hat aufgezeigt, dass nach einem Kompromiss zwischen Obligatorium und Freiwilligkeit gesucht werden muss.

Die Aussprache des BVET mit den Landwirtschaftsorganisationen über die Blauzungen-Krankheit hat bestätigt, dass die Gefahr schwerwiegender Krankheitssymptome gering geworden ist. Bei Kühen und Rindern zeigen lediglich 1 bis 2 Prozent der Tiere überhaupt Symptome. Zum Tod führt die Krankheit nur ganz selten. Es gibt keinen Grund, jenen Tierhaltern, die überzeugt sind, erkrankte Tiere pflegen und heilen zu können, die Impfung aufzuzwingen.

Mit der Aussicht auf das Ende des absoluten Impfobligatoriums gibt es keinen Anlass mehr, Bauernfamilien, welche die Blauzungen-Krankheit bereits in den letzten beiden Jahren ohne Impfung bewältigten, mit Polizei und Justiz zu drangsalieren. Die neue Ausgangslage schafft die Gelegenheit, die laufende Strafverfolgung einzustellen. Bio Suisse, Demeter und die Kleinbauern-Vereinigung rufen die Behörden auf, alle Anzeigen zu sistieren und bereits ergangene Strafen rückgängig zu machen.

Bio-Suisse 

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