BKW wird Beschwerde einreichen

  • Manuela Just
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Die BKW reagiert auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVGer) mit einem Instandhaltungskonzept und einer Beschwerde ans Bundesgericht.

Vergangene Woche hat das Bundesverwaltungsgericht beschlossen, dem Kernkraftwerk Mühlebwerg keine definitive Betriebsbewilligung mehr zu erteilen. Die Betreiberin von Mühleberg, die BKW, hat angekündigt, beim Bundesgericht Beschwerde gegen den Entscheid einzulegen.

Mit Blick auf den Weiterbetrieb hat die BKW 2011 mit der Erarbeitung eines übergeordneten Nachrüst- und Instandhaltungskonzepts begonnen. Aufgrund des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts wird dieses Konzept nun parallel zur Beschwerde an das Bundesgericht auch vorsorglich beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eingereicht. Ende März 2012 stehe zudem der Nachweis zur Bewältigung einer Kombination eines 10‘000-jährlichen Erdbebens und das durch das Erdbeben ausgelöste Versagen der Stauanlagen im Einflussbereich des Kernkraftwerks an, so die BKW in ihrer Medienmitteilung.

Greenpeace reagiert entrüstet auf die Mitteilung der BKW. Atom Campaigner Florian Kasser meint dazu: „Was die BKW … unter dem Begriff Instandhaltungskonzept präsentiert, ist … ein Schlag ins Gesicht der Bevölkerung, die sich um die Sicherheit des AKW Mühleberg Sorgen macht. … Jeder zusätzliche Rappen, der in das AKW Mühleberg statt in die Energiewende in Bern investiert wird, ist verlorenes Geld!“

www.bkw.ch
www.greenpeace.org/switzerland

Bild: Roland Zumbühl (Picswiss), Arlesheim (Wikimedia Commons)

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