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Biolandbau weiter stärken

  • Monika Jung
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alpinaveraAn ihrer Herbstversammlung stimmten die Delegierten von Bio Suisse in Olten verschiedenen Massnahmen zu, um den Biolandbau weiter zu entwickeln. In diese Richtung zielt auch der fünfte Bio Suisse Förderpreis. Er geht an den Verein alpinavera für dessen innovatives Brotkonzept, das dem Bio-Getreideanbau in der Schweiz und insbesondere in den Bergregionen neue Perspektiven eröffnet.

91 Delegierte von Bio Suisse sprachen sich mit der Verabschiedung verschiedener Massnahmen für die Weiterentwicklung und Stärkung des Biolandbaus aus. Ein deutliches Zeichen setzten sie mit dem Entscheid, mit CHF 150‘000 zusätzliche Mittel in die Unterstützung der biologischen Züchtungsarbeit für Nutzpflanzen und Nutztiere zu investieren. Dies bietet für die Saatgut beispielsweise die Möglichkeit, krankheitsresistente Sorten zu züchten, die sich für den pestizidfreien Anbau eignen. Zudem reduziert Biosaatzucht auch die Abhängigkeit der Landwirtschaft von so genannten Hybridsorten der internationalen Saatgutkonzerne.

Der Verein alpinavera, Gewinner des Bio Suisse Förderpreis 2010, setzt sich aktiv für die Vermarktung von regionalen Alp- und Bergprodukten ein, um den Konsumenten die Vielfalt von Spezialitäten aus den Bergen näher zu bringen. „Der Getreideanbau in den Bergen und in der Schweiz ist zunehmend dem Preis- und Liberalisierungsdruck ausgesetzt. Ein geniales Brot wurde erfunden, das diesem Trend entgegengewirkt.“ Jurypräsidentin Maya Graf, Biobäuerin und Nationalrätin, hob hervor, dass alpinavera einen unternehmerischen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Biolandbaus leiste: „Aus ökologischer Sicht, weil das Getreide nach Knospe-Richtlinien produziert wird. Aus wirtschaftlicher Sicht, weil die innovative Idee der unter Liberalisierungsdruck stehenden Branche den Preis und den Absatz stützt, und aus sozialer Sicht, weil das Capricorn-Brot mithilft, auf identitätsstiftende Weise die Kultur des Berggetreides zu erhalten.“

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