Biolandbau fördert Biodiversität

  • Dominique Haiden
  • -

ObstgartenBiobetriebe weisen 30% mehr Arten und 50% mehr Individuen auf als Nicht-Biobetriebe. Mit einem Förderprojekt, in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und dem Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, will Bio Suisse jetzt noch mehr für die Artenvielfalt tun. Über 60 Biobetriebe in der ganzen Schweiz beteiligen sich daran. Unterstützt werden sie vom Coop Fonds für Nachhaltigkeit.

Zahlreiche Studien belegen es: Der Biolandbau bewirkt mit 50% mehr Individuen sowie 30% mehr Tier- und Pflanzenarten im Vergleich zu herkömmlich bewirtschafteten Flächen eine höhere Vielfalt. Damit bietet er im Durchschnitt deutlich mehr Arten den benötigten Lebensraum. Biobetriebe legen im Mittel zwei Drittel mehr Ökoausgleichsflächen an als Nicht-Biobetriebe. Dennoch hat der Biolandbau weiteres Entwicklungspotenzial.

Im Rahmen des Förderprojektes werden die über 60 beteiligten Biobetriebe für die Erhaltung und Förderung der Biodiversität durch ein Team des FiBL massgeschneidert beraten und begleitet. Die Schwerpunkte dieser Fördermassnahmen liegen bei der Erhaltung, der Verbesserung und der Neuanlage von qualitativ wertvollen Ökoausgleichsflächen – wie Hecken, Brachen, Hochstamm-Obstgärten und artenreichen Wiesen. Auch die Vernetzung dieser Lebensräume auf Betriebs- und Landschaftsebene ist wichtig. „Die Stärke liegt in der individuellen Beratung, die den gesamten Betrieb umfasst und die standorttypischen Tier- und Pflanzenarten mit Hilfe von Ziel- und Leitarten fördert. Damit verfolgen wir eine eigentliche Qualitätsstrategie Biodiversität“, erklärt Lukas Pfiffner, Biodiversitäts-Experte des FiBL.

Weitere Informationen

Bio Suisse

Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL

Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz

Bild: Hansueli Krapf (Wikimedia Commons)

Beitrag kommentieren