Biokunststoff als Zukunft?

  • Caroline Nienhuis
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petflaschenWie Beobachter Natur berichtet, werden jährlich über 200 Millionen Tonnen Plastik produziert und nur ein kleiner Teil davon wiederverwertet. In Zukunft wird Plastik wohl mehrheitlich aus nachwachsenden Rohstoffen produziert werden. Das wachsende Interesse an solchem „Bio“plastik gründet in den versiegenden Ölquellen und der Tatsache, dass bis 2020 ca. ein Fünftel des Öls für die Plastikherstellung benutzt wird. Doch auch Bioplastik bringt Probleme mit sich, denn nicht jeder Biokunststoff ist biologisch abbaubar. Selbst ein „kompostierbarer“ Biokunststoff, welcher nach der europäischen Norm zertifiziert ist, ist nur unter bestimmten industriellen Bedingungen kompostierbar.  Zur Zeit bereitet Bioplastik vielen Kompostwerken und Bauern grosse Mühe da die Grüngutverwerter mit verschiedenen Anlagen arbeiten. Zudem ist Bioplastik kein einheitlicher Begriff und nur ein winziger Teil des Biokunstoffs wird als tatsächlicher Kompost wieder benutzt.

Allerdings werben Anbieter für den Bioplastik nicht nur mit einer verbesserte Abbaubarkeit sondern auch damit, dass Biokunststoffe aus natürlichen Rohstoffen produziert werden. Es ist jedoch fraglich ob in der Zukunft nachwachsende Rohstoffe für die Herstellung von Plastik benutzt werden sollten, denn Anbau und Herstellung benötigen Energie und belasten die Umwelt. Deshalb haben Entsorgungsexperte ein umfassendes Nachhaltigkeitslabel für Bioplastik gefordet. Bis jetzt können jedochf keine Anbieter von Bioplastik Produkten eine detaillierten Ökobilanzen vorweisen. Laut Angaben von Coop und Migros sind biologisch abbaubare Produkte im Vergleich zu anderen Kunststoffen nicht ökologischer.

Beobachter Natur

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