Biodiversitätsziele verfehlt

  • Caroline Nienhuis
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wildbieneWeltweit haben die Regierungen das Ziel, den Biodiversitätsverlust zu reduzieren, verfehlt. Die Verarmung und der Verlust der Vielfalt der Lebensräume, Arten und Gene geht weiter. Das zeigt eine internationale Studie, die vom weltweiten Naturschutz-Dachverbandes BirdLife International und dem UNO-Umweltprogramm (UNEP) durchgeführt wurde. Die Studie stützt sich auf mehr als 30 Indikatoren, die verschiedene Aspekte der Biodiversität messen.

Leider hat die Geschwindigkeit mit der Arten, Lebensräume und genetische Vielfalt verarmt, nicht ab-, sondern zugenommen. Gemäss Werner Müller, Geschäftsführer des Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, haben die Regierungen ihr Versprechen von 2002 in der Biodiversitätskonvention nicht eingehalten. Vor acht Jahren hatten sich die Staaten, und damit auch die Schweiz, verpflichtet, den Biodiversitätsverlust zu stoppen oder zu verringern. Die Studie zeigt, dass die bisherigen Anstrengungen nicht genügen um dieses Ziel zu erreichen.

Wie naturschutz.ch bereits vergangene  Woche berichtete, sieht es in der Schweiz mit dem Zustand der Biodiversität nicht besser aus, denn auch in unserem Land ist die Talsohle noch nicht erreicht. Deshalb erwartet der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, der zusammen mit dem Forum Biodiversität die Aktivitäten zum Jahr der Biodiversität 2010 koordiniert, Zusatzanstrengungen vom Bundesrat. Die Schweiz brauche eine griffige Biodiversitätsstrategie, um den Abwärtstrend der biologischen Vielfalt zu stoppen.

Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz

UNO-Umweltprogramm (UNEP) (Englisch)

Biodiveristät 2010

Forum Biodiversität

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