Exkursion Biodiversität

Biodiversitätskonferenz in Nagoya

  • Monika Jung
  • -
Magerwiese_sehr_bunt

Der Verlust an Arten und natürlichen Lebensräumen setzt sich in alarmierendem Tempo fort. Den meisten Ländern – auch der Schweiz – ist es nicht gelungen, den Biodiversitätsverlust signifikant zu verringern, wie sich dies die internationale Staatengemeinschaft als Ziel für das Jahr 2010 gesetzt hatte.

An der Weltbiodiversitätskonferenz vom 18. bis 29. Oktober 2010 in Nagoya (Japan) will die Schweiz deshalb darauf drängen, dass für die kommenden 10 Jahre ergeizige, realistische, konkrete und messbare Ziele gesetzt werden.

Die drei Schweizer Organisationen Erklärung von Bern, Pro Natura und Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz warnen vor einem Scheitern der Konferenz. Für neue Ziele zum Schutz der Biodiversität nach 2010 braucht es ausreichend Geld und ein Protokoll gegen Biopiraterie – und für beides substantielle Schweizer Beiträge.

Ein Scheitern droht, wenn die Finanzierung der dringenden internationalen Massnahmen für die biologische Vielfalt nicht gesichert ist. Die Schweiz hat nach Ansicht der drei Organisationen bisher viel zu wenig unternommen um mitzuhelfen, ein solches Scheitern abzuwenden. Wohl hat der Bundesrat am 1. Oktober für die Konferenz „ehrgeizige, realistische, konkrete und messbare Ziele“ gefordert. Gleichzeitig hat er aber nicht gesagt, wie er dazu beiträgt, deren Erreichung finanziell zu ermöglichen.

Die Verhandlungen in Nagoya sind im Gange, lesen Sie mehr dazu auf naturschutz.ch.

Weitere Artikel zur Weltkarte wichtiger Vogelgebiete (Important Bird Areas IBA) von BirdLife International und zur Verleihung des Future Policy Awards 2010.

SVS/BirdLife Schweiz

Pro Natura

Erklärung von Bern

Convention on Biological Diversity (Englisch)

Beitrag kommentieren